Berlin, 10. – 12. Juli, Besuch einer Ausstellung

Samstag, 10. Juli 2010
Schatzi und ich sind schon wieder in Berlin! Und warum? Allein wegen Frida – Frida Kahlo.
Wir hatten erfahren, dass im Martin-Gropius-Bau eine große Frida-Kahlo-Ausstellung sein würde und da müssen wir natürlich hin! Schatzi ist ein großer Fan und auch mir gefallen die Bilder.

Also haben wir den Ameropa-Last-Minute-Katalog geholt und darin auch eine Reise mit dem Zug, 2 Übernachtungen und Eintritt in die Ausstellung gefunden. Nun ja, wirklich „Last Minute“ war das jetzt nicht, wir haben die Reise bereits im März gebucht. Das ging dann doch.
Heute morgen war es dann so weit: um 8.13 Uhr ging es mit dem ICE bei einer Temperatur von 24 Grad nach Berlin. Wir hatten gestern noch im Fernsehen gesehen, dass die Bahn mal wieder Probleme mit ihren Zügen hatte, aber wir hatten Glück. Der Zug hatte nur 5 Minuten Verspätung und die Klimaanlage funktionierte auch!

Gegen Mittag sind wir dann in Berlin angekommen, in brüllender Hitze. Keine Ahnung, wie viel Grad es waren, aber bestimmt mindestens 34, 35 Grad. Wir haben uns dann erst mal im Bahnhof einen Iced Caffee Latte geholt, bevor wir mit der S-Bahn (ja, die fuhr auch wieder, hat aber leider keine Klimaanlage, wie auch die U- und Straßenbahnen) zum Hotel Upstalsboom nach Friedrichshain gefahren sind. Obwohl es ein 4-Sterne- Superior-Hotel ist, hat es leider keine Klimaanlage. Allerdings haben wir netterweise ein etwas größeres Zimmer bekommen, als das, was wir reserviert hatten und wir haben eine Säulen-Ventilator, der uns dann doch ein wenig kühle Luft um die Ohren pustet. Ja, ja, ich weiß, das ist nicht gesund und morgen oder übermorgen sind wir krank, aber das ist mir im Augenblick völlig schnurzpiepegal.
Das Zimmer ist im fünften Stock des Hotels und sehr geräumig. Wir hatten beschlossen, uns heute die Hitze des Tages nicht anzutun und sind bis gegen sechs im Hotel geblieben. Wir haben geschlafen und Currywurst und Bulette aufs Zimmer bestellt. Das hatten wir auch noch nicht. Bulette und Currywurst unter der Silberhaube! Schon ein wenig dekadent, aber lecker!

Am Abend haben wir dann die Gegend um das Hotel herum erkundet. Im Gegensatz zum Stadtteil „Prenzlauer Berg“ hatten wir hier wirklich noch das Gefühl, in einer StudentInnen-Gegend zu sein. Besonders in der Simon-Dach-Straße gibt es sehr viele Kneipen und Restaurants, die ungewöhnlicher sind und eine Eisdiele, die Eis-Manufaktur gibt es dort auch! Da haben wir uns natürlich erst mal ein Eis geholt. Sehr lecker, besonders das Zitronensorbet. Danach sind wir zur Kaufbar gegangen. Allein hatten wir es allerdings nicht gefunden. Eine nette Berlinerin hat uns den Weg gezeigt. In der Kaufbar gibt es Getränke und auch was zu essen, aber nicht nur das: alle Möbel, die dort rumstehen, sowie Tassen, Teller und Besteck kann auch gekauft werden! Aber ehrlich gesagt, haben wollte ich die Möbel nicht, denn die sahen doch eher so aus, als gehörten sie auf dem Sperrmüll. Na, Geschmäcker sind verschieden. Der Hinterhof war aber ziemlich klasse, da kam die Sonne nämlich nicht hin, sprich, es war wunderbar kühl!

Wir haben Eiskaffee und Eisschokolade getrunken und sind dann nach einem kleinen Spaziergang zur Alten Schönhauser Straße gefahren. Auf dem Weg zum Hotel hatten wir übrigens noch zwei junge Englisch sprechende Männer getroffen und sie gefragt, ob wir mal einen kurzen Blick auf ihre Karte werfen könnten. Netterweise hat dann einer der Beiden uns seine Karte geschenkt. Warum ich das erzähle? Nun, auf dieser Karte standen auch viele Informationen zu diversen Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Bars. Und da hat Schatzi ein sehr interessantes Lokal gefunden, das heißt „Mädchenitaliener“. Da mussten wir natürlich hin. „Mädchenitaliener“ ist ein kleines Restaurant mit italienischen Gerichten, das von Frauen betrieben wird. Wir haben draußen auf grauen Kirmesbänken gesessen und lecker Tagliatelle mit Feigen (Schatzi) und Gnocchi mit Salbeibutter (ich) gegessen.

Danach sind wir wieder zurück nach Friedrichshain gefahren und haben uns in der Eismanufaktur noch ein Eis gegönnt. Wir konnten dabei dann auch noch das Spiel um Platz Drei der Fußball-WM zwischen Deutschland und Uruguay zu Ende gucken. Zum Glück sind die Berliner dann nach dem Sieg der deutschen Mannschaft nicht ganz so ausgeflippt, wie bei den früheren Spielen, so dass es kein Problem war, in Ruhe zum Hotel zurückzukommen. Nach einer wunderbaren erfrischenden Dusche gucken wir jetzt noch ein bisschen Star Trek Voyager im Fernsehen, und dann geht’s ins Bett. Ich hoffe, die Nacht wird nicht allzu unerträglich. Morgen geht’s in Museum!

Links:

Ameropa

Upstalsboom Berlin

Friedrichshain

Eismanufaktur

Kaufbar

Mädchenitaliener