Berlin 2014 – Tag 2

Heute schreibe ich, schatzi2,weil schatzi1 ja auf ihrem kongress weilt und ihre erlebnisse doch ein wenig zu fachspezifisch wären.

Nun, der morgen fing besch… an. Ich hatte schon seit sa. schmerzen im oberarm, die sich im laufe des so. noch verstärkten. Salbe und eine hohe dosis aspirin brachten gar nichts. Ich hatte kaum geschlafen und war heute morgen rechtschaffend verzweifelt. Eigentlich wollte ich heute ja mit der „MS heiterkeit“ (ja, in der ehemaligen ddr hatten die schiffe solch seltsam anmutende namen) von spandau durch ganz viele seen nach werder an der havel und wieder zurück fahren, aber nein….
stattdessen musste ich eine sehr nette hausärztin in der nachbarschaft der pension aufsuchen. Ich kam vor schmerz heulend in die praxis und wurde sofort rührend betreut. Eine Entzündung der muskelkapsel – salbe und aspirin sinnlos… so bekam ich zwei hammerschmerzmittel und ein magenpräparat damit ich die schmerzmittel auch vertrage. Aber… immerhin…es hat ein wenig geholfen. Auf der suche nach der apotheke entdeckte ich dann auch den supermarkt – gar eine ganze einkaufsstraße- wir hatten uns schon gefragt, wo die leute in dieser gegend ihre sachen kaufen.

Apropos gegend… eine breite ausfallstrasse nach potsdam, ein schickes bundesministerium für materialforschung, noch eins für risikobewertung, schöne villen mit großen gärten und altem baumbestand. Die große kreuzung bildet die grenze zwischen steglitz, dahlem, zehlendorf und lichterfelde.

Nach meinem apothekenbesuch war es dann 10:30 uhr – zu spät für das schiff, aber…. mein berühmt berüchtigter trotz kam zum vorschein und ich dachte bei mir „warum nicht mit dem zug nach werder fahren, das schiff abpassen und wenigstens damit zurückfahren ?“

werder liegt nur 7 zugminuten westlich von potsdam, hat ca. 23.000 einwohner, besteht aus einem festlandteil und einer insel und ist wohl bekannt für sein obst (äpfel, kirschen etc.). ein beschaulicher hübscher ort, schön saniert und sehr entschleunigt. Die uferpromenade bestand aus wiese und sehr originellen datschen, teilweise skurril dekoriert. Es gab schöne cafes, ein riesiges fischrestaurant mit terrassen-ponton auf der havel, einem netten marktplatz auf dem nächste woche die zauberflöte aufgeführt wird, einer mühle und einem kirchlein. Ein wirklich schönes kleines städtchen, aber nur gaaaaanz wenige touris und das im hochsommer – wirklich schade.

Nun musste ich ja mein schiff suchen, was sehr viel schwieriger war, als gedacht. Es gab auf werder-insel vier anlegestellen. Natürlich wussten die ca. 10 einheimischen nicht, welches schiff wo anlegt – warum auch… DIE fahren ja nie damit. Ich entschied mich dann für die wahrscheinlichste anlegestelle und wartete zwei schiffe ab – keine „MS heiterkeit“ – uff…. hatte ich mir doch so schön ausgedacht….
also zurück zum bahnhof und diesmal statt mit dem zug mit dem bus zurück nach potsdam.
Kurz hinter werder fuhr der bus über eine havel-brücke. Und jetzt ratet mal, was just in diesem moment unter dieser brücke durchfuhr. Richtig…. die „MS heiterkeit“.

Schatzi1 und ich trafen uns dann am hauptbahnhof um unsere freundin p. vom zug abzuholen.
Wie es sich gehört, gingen wir erst mal was feines essen (edel-italiener) und dann zurück zur pension.

Morgen muss schatzi1 wieder zum kongress und p. und ich machen berlin unsicher. Jede von uns hat eine „besichtigungsliste“. Mal sehen, wie wir die prioritätn setzen und was wir so schaffen. Ab mittwochnachmittag (kongressende) ist schatzi1 (hurra) auch mit von der partie.

Sorry für die kleinschreibung – ist kein phlegma sondern dem armschmerz geschuldet.