Buchvorstellung: Daniela Schenk – Brennesseljahre

vorgestellt von Schatzi1:

Nicola Dummermuth, ein Teenager im besten Alter, hat nicht nur einen dämlichen Nachnamen sondern auch eine schwierige Familie: die Mutter ist esoterisch verklärt und immer mehr der Welt entrückt; der Vater liebt nur seine Madonnen-Bilder, die er im Museum bewacht; die kleine Schwester nimmt sich alle Steine, die vermeintlich einfach so rumliegen, auch wenn sie gar keine Steine sind und die allerbeste Freundin ist beleidigt, weil Nicola in der Schule Zettelchen mit der Neuen, Alex, schreibt, aber auf keinen Fall mit der reden will und Oma weiß nicht mehr, wen sie da jetzt vor sich hat.

Warum findet Nicola nicht endlich einen Freund? Warum wendet sich die beste Freundin von ihr ab? Wieso sammelt die kleine Schwester, Lydia, alles auf, was nicht niet- und nagelfest ist? Warum zieht Mama sich immer mehr zurück? Glaubt Papa wirklich, dass ein Leben in Frankreich für sie alle besser wäre? Wieso ist Alex plötzlich so komisch, wenn Nicola mit einem Jungen ausgeht?

Mit viel Humor und sehr kurzweilig schildert Daniela Schenk Nicolas Leben in den Jahren 1977 bis 1979 in der Schweiz.
Aus der Sicht der Hauptfigur erfahren wir über schwierige Familienverhältnisse, komische Jungs, eine komische beste Freundin und eine Neue in der Klasse, die etwas zu verbergen scheint.

Daniela Schenks Roman ist wieder so wunderbar unterhaltsam geschrieben, wie schon ihr erster Roman Julia und Satine; da kann ich dann auch mal über einige kleine Fehler in Sachen Musik und Fernsehserien der Zeit hinweg sehen.

Ein Pubertäts-Roman nicht nur für Pubertierende sondern für alle, die Spaß an humorvoller Unterhaltungsliteratur mit anspruchsvollen Themen haben.

Brennesseljahre

Daniela Schenk
Brennesseljahre
Roman
Ulrike Helmer Verlag
ISBN 978-3-89741-360-3