Donnerstag, 10. September 2009

Gucken gerade das Endspiel der Fußball-EM der Frauen, Deutschland gegen England, Endstand: 6:2. Wunderbar! Okay, vielleicht ein bißchen hoch der Sieg, aber Hauptsache gewonnen!
Nun aber zum heutigen Tag.
Am Vormittag haben wir ein wenig kulturelle Bildung betrieben und sind zur Museumsinsel gefahren, um uns die Malerei und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert anzuschauen. Die Museumsinsel ist eine riesige Baustelle. Überall wird gebuddelt und gewerkelt. Gar nicht so einfach, da den Eingang zur Alten Nationalgalerie zu finden. Das Gebäude selbst ist schon ziemlich beeindruckend und es hängen durchaus auch interessante Gemälde da drin. Allerdings gibt es insgesamt nur 2 (!) Bilder von Frauen zu sehen. Beides sind Selbstportraits, eins von Sabine Graef, das als einziges Teil der Dauerausstellung ist, und das andere ist von Anna Dorothea Therbusch, als Teil einer Wechselaustellung. Schon traurig sowas.
Wir waren trotzdem 2 Stunden in der Ausstellung. Ist nämlich schon ein großes Gebäude.
Anschließend sind wir mit dem Bus zur Gedächtniskirche gefahren und von dort zum KaDeWe gelaufen. Wir wollten uns die Lebensmittelabteilung im 6. Stock anschauen und haben dann den Fehler begangen, im Wintergarten im 7. Stock etwas zu essen. Es ist zwar wunderschön da und die Sitzmöbel sind im schönsten lila, aber die Preise lassen frau auch durchaus lila anlaufen, die sind nicht nur gesalzen. Aber wir sind ja selbst schuld. Wieso müssen wir auch ausgerechnet im KaDeWe was essen. Aber lecker war’s schon.
Als wir jedoch beim Rauskommen aus dem Kaufhaus auf der anderen Straßenseite einen Wochenmarkt sahen, bei dem es so tolle Sachen, wie zum Beispiel eine „Quarkeria“ gab – die hatten Quark mit ganz unterschiedlichen Zutaten im Angebot – haben wir uns schon ein bißchen geärgert.
Dann ging es zur Freien Universität, genauer zum Henry-Ford-Bau. Dort findet ab morgen der Kongreß statt, von dem ich erzählt habe. Heute zwischen 15 und 20 Uhr konnten sich die TeilnehmerInnen bereits registrieren und diverse Unterlagen, wie einen aktualisierten Zeitplan, TeilnehmerInnenliste und so weiter abholen.
Die Ausschilderung zum Gebäude war heute schon von der U-Bahn-Station an ausgehängt. Ich hatte ja befürchtet, LFT-Köln-geschädigt wie ich bin, dass ich noch ein wenig herum irren würde.
Ach ja, so’n ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen-Kongreß ist halt schon ein bißchen professioneller als so’n LFT :-))
Bei der Registrierung gab es dann noch eine schicke Umhängetasche. Da passt wunderbar mein Delta-Flyer rein, der Mini-Laptop, auf dem ich hier rumtippe. Schon schön!
Danach wollten wir Berlin eine letzte Chance geben. Wird die Stadt es schaffen, von der Abschußliste zu springen???
Um kurz vor 17 Uhr war es soweit: Im Bezirk Kreuzberg, an der Ecke Eisenbahnstraße/Lausitzer Platz trat das Wunder ein: hervorragendes Eis in der Tanne B!
Wir können nur sagen: Danke Tanja Buchwald! Super lecker Eis, unter anderem in den wunderbaren Sorten Erdbeer-Quark-Rhabarber, Waldmeister, Chai-Latte, Schokolino, Limetta, Cookies und Bio-Samba (mit Nougat). Der Kaffee und der Espresso sind ebenfalls nicht zu verachten! Unbedingt mal hingehen, wenn Ihr in Berlin seid!
Wir haben uns dort noch Bagels für’s Abendessen mitgenommen, da unser Geld für den heutigen Tag doch schon ziemlich zuneige gegangen war (woran das wohl lag? Doch wohl nicht am KaDeWe??); und die wollen jetzt gegessen werden, deswegen höre ich jetzt auf.
Morgen berichte ich dann vom Kongreß und Schatzi erzählt Euch, was sie noch so in der Stadt getrieben hat.
Gute Nacht!