Ein Ausflug an den Bodensee – Teil 2

Es fehlt ja noch der zweite Teil des Reiseberichts. Hier ist er nun:

Der Samstagmorgen fing leicht hektisch an. Denn ich hatte vergessen, an unserem Handy (ja, ich meine Handy, dieses Ding, das nur telefonieren und simsen kann) die Uhrzeit wieder auf deutsche Zeit umzustellen. Wir hatten es ja zuletzt in Irland und Schottland als Wecker benutzt und prompt haben wir verschlafen und hätten beinahe kein Frühstück mehr im Hotel bekommen. Ja, ja, ich weiß, mit einem Schlaufon, dass ständig an ist und die Uhrzeit permanent über das Internet oder sonstwie aktualisiert, wäre das nicht passiert. Aber das allein ist kein Grund, ständig auf Empfang zu sein und aller Welt immer mitzuteilen, wo wir gerade rumhängen. Die, die es wissen sollten, wissen es auch so und alle anderen geht es nix an.

Dann haben wir uns ins Auto gesetzt und haben die Gegend erkundet. Zunächst ging es nach Wangen im Allgäu, einer kleinen, schnuckeligen Stadt mit vielen Toren und bemalten Häusern. Wir parkten am Rande der Altstadt und sind dann zu Fuß durch das Martinstor in die Altstadt gelaufen. Am Saumarkt war gerade Wochenmarkt. Wir haben uns da ins Café Saumarkt gesetzt und einen Cappuccino bzw. einen Eistee Gurke getrunken.
Ansschließend sind wir noch ein wenig herumgelaufen. Unter anderem auf der Herrenstraße, an deren Ende sinnigerweise das Frauentor steht.

Nach einem langweiligen Eis und dem Kauf von ein paar Hemden für mich sind wir wieder zum Auto gegangen, denn wir wollten noch nach Langenargen und Hagnau fahren.

In Langenargen wollten wir das Schloß Montfort besichtigen, das direkt auf einer kleinen Halbinsel im Bodensee gelegen ist. Aber leider, leider war dort geschlossene Gesellschaft – sprich: eine Hochzeitsgesellschaft. Und so konnten wir dort keinen Kaffee trinken.
Also, wieder ins Auto und Richtung Hagnau. Bei unseren letzten beiden Aufenthalten am Bodensee hatte wir ja jeweils im Hotel Der Löwen gewohnt und wir hatten den Ort noch in recht positiver Erinnerung. Besonders der Bereich am Hafen hatte es uns angetan.

Um nach Hagnau zu kommen, mussten wir durch Friedrichshafen durch. Nein, das ist nicht so gemeint, wie es klingt. So schlimm ist eine Durchfahrt von Friedrichshafen jetzt auch nicht. Und außerdem: wären wir da nicht durchgefahren, hätten wir ja das Plakat nicht gesehen:


Also, das hier stand natürlich nicht am Straßenrand, wie ihr Euch vielleicht schon gedacht habt. Aber ein ähnliches.
Im Vorbeifahren hatten wir nur Star Trek und Mr. Spock erkannt, aber nicht das was, wann, wie und warum.
Deshalb: an der nächsten Möglichkeit gewendet und nochmal am Plakat vorbei:
Star Trek – 50 Jahre Raumschiff Enterprise. Eine Ausstellung im Dornier-Museum in Friedrichshafen, jetzt verlängert bis zum 8. September 2017.
Nein, wie cool ist das denn! Da fahren wir einfach mal so durch die Gegend und dann kriegen wir auch noch die Gelegenheit eine Star Trek-Ausstellung anzugucken!
Wir also nichts wie hin.
Gleich im Eingangsbereich werden wir von der Crew begrüßt:


Lt. Uhura! Yeah!

Die eigentliche Star Trek-Ausstellung nahm zwar nur einen kleinen Teil der Ausstellungsräume ein, aber sie war gut gemacht und es gab jede Menge zu entdecken. Modelle der Enterprise, Kostüme, Masken, Fotos, einen Replikator und einen Teil der Kommandobrücke der Enterprise, wo Schatzi und ich natürlich sofort das Schiff übernahmen:

Aber natürlich konnten wir uns nicht damit zufrieden geben, nur Zulu und Checkov zu ersetzen. Schatzi gehörte selbstverständlich auf den Stuhl des Captains:


wobei sie dann natürlich gleich in einer virtuellen Simulation die Enterprise in die Luft gejagt und sich selbst auf die ISS gerettet hat. Ja, so isse halt. 🙂

In der Ausstellung waren auch noch Exponate von tatsächlichen Erfindungen zu sehen, die teils durch Star Trek inspiriert wurden: der Tablet-Computer, Handys, 3-D-Drucker. Ein Space Shuttle war auch ausgestellt.

Es war wirklich eine tolle, kleine Ausstellung. Durchaus empfehlenswert. (Ich habe jetzt übrigens herausgefunden, dass ein Deutscher, Martin Netter, die größte Sammlung von Star Trek-Requisiten hat und diese Requisten für Ausstellungen in aller Welt verleiht. Vielleicht sollten wir irgendwann mal nach Bad Münder bei Hannover fahren und uns diese Sammlung anschauen.)

Die Ausstellung der Dornier-Flugzeuge haben wir uns aber nicht mehr so genau angeschaut. Stattdessen haben wir auf der Terrasse des Museums noch was getrunken und dabei innerhalb von 30 Minuten zwei Zeppeline, einen Segelflieger, eine kleine Linienmaschine und einen Hubschrauber starten bzw. landen sehen. Das ist doch auch mal was, oder?

Weiter ging es nach Hagnau. Dort gerieten wir in den Seelauf, was uns aber nicht weiter störte, denn sehr viele TeilnehmerInnen schien dieser Lauf nicht zu haben und viele Zuschauer irgendwie auch nicht. Etwas seltsam.
Na gut. Wir haben jedenfalls im Löwen Kuchen gegessen und sind dann zum Hafen runtergelaufen, um uns ein wenig durchwinden zu lassen. Es war nämlich auch an diesem Tag wieder ziemlich warm.
Auf dem Weg zurück zum Auto kamen wir noch an einem Eisladen vorbei, an dem ziemlich viele Menschen anstanden. Da mussten wir auch gleich probieren. Allerdings wurde uns mal wieder bewiesen, dass viele Menschen nicht immer ein Zeichen für gute Qualität bedeutet. Das Eis schmeckte tatsächlich nach gar nichts. Egal welche Sorte: einfach geschmacklos. Das muss einer auch erst mal hinkriegen!

Wir machten uns dann auf den Weg zurück nach Oberreitnau und wollten unterwegs dann noch irgendwo zu Abend essen.
In Wasserburg hatten wir riesiges Glück. Wir fanden eulenspiegelcafé, kultur, laden.

Und dort gab es lecker Essen aus der Region in ungewöhnlicher Kombination mit Live-Musik und einem idyllischen Außenbereich. Na, das war doch mal wieder wunderbar! So gefällt uns das Reisen!
Bis zur nächsten Tour dann.