Emsland-Ostfriesland September 2017 – Tag 4

Heute morgen ging es zu unsrer nächsten Station hier in Ostfriesland: Esens.
Und bei unserem ersten Zwischenstopp sahen wir das hier:


Nein, wir sind nicht schon wieder bei den Skulpturen in Münster. Das hier ist der Sous-Turm auf dem Marktplatz in Aurich, geschafffen vom Künstler Albert Sous aus dem allseits bekannten Würselen! (Ehrlich gesagt, ich kann verstehen, dass die Auricher das Teilchen Tauchsieder nennen.)

Aber es gibt ja noch andere nette Dinge in Aurich. Zum Beispiel die Markthalle, deren Außenwände doch recht witzig geschmückt sind:

und in der es auch lecker Sachen gibt, wie zum Beispiel Käsebrote, guten Kaffee und das hier:

Netterweise für Plattdeutsch-Unkundige mit hochdeutscher Übersetzung.
Wunderbar lecker. Das haben die Wikinger von Lorenz Bäcker Viktorbur dann doch ganz gut gemacht.
Leider hatten wir bei der Ankunft in Aurich Pech mit dem Wetter. Es regnete in Strömen. Da mussten wir doch noch einen zweiten Schirm kaufen. Und wir hatten auch den schlechtesten Kaffee seit Dublin und das in einem italienischen Eiscafé!

Anschließend ging es weiter nach Esens. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell wir hier im nächsten Ort sind. Auf der Straßenkarte sieht das immer wieder so weit auseinander aus. Dabei stimmt das gar nicht.
Wir haben dann ins Hotel eingecheckt. Dieses Mal haben wir ein großzügiges Zimmer, sogar mit Sitzgruppe und Balkon. Schick!
Da es ja noch früh war, sind wir aber weiter zur Touristen-Info gefahren, um uns einen Stadtplan zu holen und haben uns dann auf den Weg nach Bensersiel gemacht, da uns die junge Dame in der Tourist-Info erzählt hatte, das gerade das Wasser da ist.
Und was sage ich Euch, es war da!


Ja, okay, das sieht jetzt weit weg aus. Aber das stimmt nicht, das ist nahe bei. Das im Vordergrund ist Strand und kein Watt. Wir waren halt nicht auf dem Strand, sondern nur kurz hinterm Deich. Bei diesem schicken Strandfahrzeug ist das Wasser ein wenig näher:


Der holt bestimmt grad ein Kilo Watt. hehehe 🙂

Und pustig war’s, wie unsere Freundin, die Tänzerin, das immer so schön nennt:

Aber schön und wunderbare Luft. Und es hat mal eine ganze Zeitlang nicht geregnet. Auch wenn’s ein wenig frisch war. Aber das macht nix. Besser als schwitzen.

Im Souvenirshop habe ich dann auch noch zwei schicke T-Shirts gefunden. Auf dem einen steht das hier:

Nein, das Shirt sieht nicht aus wie eine Fußmatte. Nur die Begrüßung ist die gleiche.

Auf dem Weg über Neuharlingersiel (nicht so spektakulär) nach Carolinensiel hielten wir dann ganz spontan an einem
Hofladen an. Bisher hatten wir davon noch nicht so viele gesehen. Dort gab es Obst, Gemüse, Fleisch, Nudeln, Backmischungen und anderes. Wir haben lecker Pflaumen, ein paar Tomaten und Salbeinudeln gekauft.

Carolinensiel ist ein hübscher kleiner Ort mit einem Museumshafen, in dem alte Schiffe liegen. Dort war es schon ein wenig wuseliger. Links und rechts der Hauptstraße gab es jede Menge Souvenirläden, Gaststätten und Bekleidungsgeschäfte mit Klamotten für Wind und Wetter.
Einiges in den Souvenierläden war schon extrem kitschig:

Anderes war einfach süß:

Aber es gab auch Geschäfte mit hochwertigen Produkten, so wie das hier:

Im Teekutter hatten sie sogar eine

Schlickern ist das plattdeutsche Wort für Süßigkeiten naschen. Und Süßigkeiten gab es da in großer Auswahl. Aber natürlich auch Tees, Kekse, hochwertige Souvenirs und Pflegeprodukte. Ein wunderbarer Laden.

Nebenan im Eisstübchen haben wir dann erst mal einen Windbeutel mit Kirschen und Sahne und Kaffee/Cappuccino genossen. Sehr gut. Für Eis war es denn doch ein wenig kalt.
Ich bin dann ein wenig durch die Geschäfte gestreunert. Irgendwie sind die ja völlig faszinierend, auch wenn da häufig so viel Schund angeboten wird. Es muss aber wohl Leute geben, die das kaufen, sonst würde das doch nicht da stehen, oder?

Zum Abendessen sind wir dann einem Tipp der jungen Dame aus der Touristen-Info in Esens gefolgt und nach Harlesiel, das zu Carolinensiel gehört, gefahren. Dort gibt es nicht nur viele Ferienwohnungen und einen Yachthafen sondern auch die Küsten-Räucherei Albrecht.

Na, das war mal eine Super-Empfehlung! Fisch noch und nöcher!


Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Wir konnten uns kaum entscheiden.
Haben wir dann letztendlich doch und es keine Sekunde bereut. Es war einfach nur köstlich. Der Laden war ziemlich voll und wir haben uns dann zu einem älteren Ehepaar an den Tisch gesetzt. Wir kamen ins Gespräch und da stellte sich heraus, dass die beiden aus Wuppertal kommen, sich aber vor über 50 Jahren in Frankfurt kennengelernt haben.
Witzig.

Das reicht jetzt aber für heute. War lang genug. Für morgen haben wir uns Karten zur Überfahrt nach Langeoog geholt. Da müssen wir früh aufstehen. Bis dann.