Von Frankfurt über Unna nach Lohne 20. – 24. Mai 2009, Teil 4

Samstag, 23. Mai 2009
Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt und dann ging es wieder auf die Autobahn nach Lohne. Der Verkehr war nicht ganz so schlimm. Wir sind ziemlich gut durchgekommen.
Unser Ziel war das „Business Hotel Lohne“ in der Nähe des Bahnhofs. Ist zwar ein kleines Gewerbegebiet, aber das Hotel an sich ist ganz hübsch. Nach dem Einchecken haben wir noch ein wenig Zeit. Wir sind früh dran. Da Schatzi sich ja bei mir angesteckt hatte und ich auch nicht die Fitteste bin, beschließen wir, noch eine Runde zu nickern. Erst bin ich aber noch mal zu einer Apotheke gelaufen, ums Schatzi ein Nasenspray zu holen. Die an der Hotelrezeption hatten zwar behauptet, das seien höchsten zwei Minuten zu laufen, ich war aber definitiv länger unterwegs. Also zehn Minuten war eine Strecke bestimmt. (Es stellt sich natürlich die Frage, wie lange bei denen zwei Minuten sind!)
Nach dem Nickerchen wollte ich schon mal meine Klamotten für das Klassentreffen am Abend raus legen. Dabei fiel mir auf, dass ich ja nur schwarz-weiß gekleidet sein würde. Das geht natürlich nicht. Also etwas Farbe muss ja schon sein! Wir wollten eigentlich nach Dinklage fahren, um dort ein Eis zu essen, aber jetzt brauchte ich ja noch eine farbige Bluse und ich wusste nicht, wo in Dinklage ein gutes Klamottengeschäft ist. Deshalb sind wir mit dem Auto zur Lohner Fußgängerzone gefahren. Da gibt’s genug Geschäfte, das wusste ich. Vor einer Metzgerei in der Fußgängerzone war ein Bratwurststand aufgebaut und eine Jazzband spielte. Warum, haben wir nicht rausgefunden. Na, war ja im Grunde auch egal. Ich habe dann in einem Geschäft auf Anhieb eine lila Bluse gefunden, die mir gefiel und mir vor allem auch gepasst hat. Die Verkäuferin hatte Schatzi noch eine braune Hose aufgeschwatzt, die wirklich sehr günstig war. (Die war vom letzten Jahr, aber wir sind ja auch nicht voll im Trend.)
Danach haben wir uns dann am Bratwurststand jede eine Bratwurst mit Kartoffelsalat gegönnt und dann sind wir doch noch zu unserem Eis gekommen. Schatzi hatte einen Mokkabecher und ich einen Karamellbecher. Zurück im Hotel haben wir uns dann noch ein wenig vor den Fernseher gehockt, bzw. Schatzi brauchte noch ein wenig Schlaf. Gegen viertel vor sieben sind wir dann zur Mühle gefahren, bei der das Klassentreffen stattfinden sollte.
Es war schon erstaunlich, drei viertel aller SchulkameradInnen von damals waren da. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Wir kamen auch sehr schnell mit den Frauen ins Gespräch. Drei der vier Frauen, mit denen ich damals am meisten zusammen war, waren gekommen. Das war schön. Aber wir haben uns auch mit Frauen unterhalten, mit denen ich während der Gymnasialzeit kaum etwas zu tun hatte. Vor allen Dingen haben sie nicht nur ständig von ihren Ehemännern und Kindern geredet! Das war sehr angenehm. Ich war die Einzige, die ihren Anhang – mein Schatzi – mitgebracht hatte. Und Schatzi wurde auch sehr nett aufgenommen. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, komisch angeguckt oder gemieden zu werden.
Zu essen gab es Gegrilltes und Salate. Wir hatten dafür vorher Geld überwiesen und auch die Getränke waren in diesem Preis mit drin.
Da es relativ mild war, konnten wir ziemlich lange draußen sitzen.
Gegen halb zwölf sind Schatzi und ich dann zurück zum Hotel. Wir waren durchgefroren und müde. Es war ein sehr schönes Klassentreffen. Hätte ich nicht gedacht.