Herford und Münster – Eine kleine Städtetour in Westfalen – Tag 3

Nach dem Frühstück heute morgen sind wir vor der Weiterfahrt nach Münster kurz über den Wochenmarkt hinterm Rathaus und damit fast gegenüber vom Hotel geschlendert.
Auf dem Parkplatz angekommen, waren wir ein wenig enttäuscht. Nur vier kleine Stände waren zu sehen.
Bis wir dann mal einen Blick nach links zum Gebäude warfen und dort doch tatsächlich eine Markthalle entdeckten!

Es gab Gestricktes, Gebasteltes, Altes, Neues, Produkte aus Ostdeutschland, einen großen Fleischereistand, einen Käse- und einen Bäckereistand. Das war echt toll.
Markttage sind immer Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Und? Wo sind die Bilder dazu???
Äh, die Kamera lag bereits im fertig gepackten Auto. 😳

Na gut, dann gibt es halt kein Foto.
Wir haben uns jede ein Rosinenbrötchen gekauft (waren noch satt vom Frühstück) und sind dann zurück zum Auto und haben uns auf den ca. 100 km langen Weg nach Münster gemacht.
Nach einem Stück über die A2 ging es weiter über eine Bundesstraße.

Gegen Mittag brauchten wir dringend eine Kaffeepause und so sind wir im kleinen Örtchen Beelen auf einen Parkplatz links abgebogen. Und was war da?
Genau, auch Markt. Dieses Mal war es aber tatsächlich ein winzig kleiner.

An einem kleinen Stand mit Fair-Trade-Produkten und selbstgestrickten, dicken Socken haben wir zwei Paar Socken gekauft und Gewürz und Cappuccino-Pulver.

Gleich am Parkplatz lag die Bäckerei Rugges Backstuben.
Hübsch eingerichtet mit weißen Möbeln auf alt gemacht, rosa-weiß gestreiften Wänden, aber überhaupt nicht kitischig.
Kaffee, Cappuccino und der Kreppel/Berliner mit Zuckerguss und viel Konfitüre waren sehr lecker.

Nach einigem Verfahren und Gesuche, inklusive Nachfragen nach dem Weg, sind wir schließlich beim Stadthotel Münster gelandet.

Nein, leider ist es dieses Mal kein von Frauen geführtes Hotel, sondern ganz schlimm: es ist ein Kolping-Hotel!
Dämlicherweise haben wir das erst gestern entdeckt, als ich mir nochmal die Homepage auf der Suche nach der Anfahrt angeschaut habe.
Dort war es nur ganz klein vermerkt, dass es sich beim Stadthotel Münster um ein Kolpinghotel handelt, so dass frau schon fast die Vermutung haben kann, dass die Umbenennung von Kolping- in Stadthotel in voller Absicht geschehen ist.
Aber warum nur???

Allerdings war dieses Hotel nur unsere zweite Wahl. Zunächst hatten wir tatsächlich ein frauengeführtes Hotel ausgesucht. Doch die Ladies dort waren so umständlich und blöd bei unserer Reservierungsanfrage, dass wir es sein gelassen haben.
Das wir dadurch ausgerechnet bei den Katholen landen, war jetzt so nicht zu erwarten.

Nach dem Einchecken sind wir dann losgezogen, um die Umgebung zu erkunden.
Bis in die Innenstadt ist es von hier nicht sehr weit.

Wir haben schon mal Karten für die Stadtrundfahrt morgen gekauft und auch sonst ein wenig Geld hier gelassen. Und zwar für Bücher, T-Shirts, Schuhe, eine neue Digitalkamera, weil die alte den Geist aufgegeben hatte, lecker Kuchen und Kaffee.

Abend gegessen haben wir im Toeddenhoek.

Schatzi hatte Bratwurst mit Kartoffelsalat und ich hatte dicke Bohnen mit Salzkartofffeln und Mettwurst.
Das war sehr handfest, aber sehr gut.

Morgen bilden wir uns dann in Sachen Stadtgeschichte und Kunst im Landesmuseum weiter.
Bis dann.