Indian Summer 2010 – New Haven, Connecticut

Oooohhh, bald ist schon wieder der Urlaub vorbei!
Lesben, wie die Zeit vergeht!

Heute morgen machten wir uns auf den Rückweg nach Washington D.C., von wo aus wir am Dienstag wieder nach Hause fliegen.
Natürlich ist der Weg von Edgecomb nach Washington doch ein bißchen zu weit (ca. 950 Kilometer9, um das in einem Tag zu bewältigen. Deswegen sind wir heute nur bis nach New Haven in Connecticut gefahren. Das ist ungefähr 120 Kilometer oberhalb von New York und hat eine ziemlich berühmte Universität: Yale.

Auf dem Weg dorthin haben wir dann wieder ein paar Bundesstaaten gestreift: raus aus Maine, rein nach Massachusetts, durch Rhode Island nach Connecticut.
In Old Lyme kurz vor New Haven entdeckten wir das Florence Griswold Museum. Ein Museum nach einer Frau benannt? Das gucken wir uns mal an.
Wir also ab von der Interstate.
Das Florence Griswold Museum ist „das Zuhause des amerikanischen Impressionismus“.
Da sich der Vater von Florence Griswold Ende des 19. Jahrhunderts ziemlich verschuldet hatte, musste irgendwie Geld ins Haus. Da sie unverheiratet (!) war, eröffnete Florence Griswold nach seinem Tod ein Boarding House, um ihre Existenz zu sichern, in dem vorwiegend New Yorker Urlaub machten.
Ziemlich schnell sprach sich unter New Yorker Malern herum, wie schön es in Old Lyme ist und wie gut das Boarding House sei. So kamen immer mehr Maler und die Lyme Art Colony wurde gegründet: Amerikas Worpswede.
Florence Griswold eröffnete unter anderem auch eine Gallerie für die Künstler (Es werden nur einige wenige Künstlerinnen erwähnt).

Wir haben uns das Museum dann aber doch nicht angesehen. 14 Dollar pro Person war uns ein wenig zu teuer. Zudem zur Zeit hauptsächlich Vogelscheuchen ausgestellt sind, von wegen Halloween und Kürbiszeit und so.
Das Museum ist übrigens Teil des Women’s Heritage Trail von Connecticut, einer Vereinigung, wie es sie überall in den USA gibt. Sie pflegen das Andenken an herausragende Frauen aus Geschichte und Gegenwart.

In New Haven angekommen, erwartete uns das Omni New Haven Hotel at Yale in der Nähe der Universität.
Wir haben ein Zimmer im 15. Stock bezogen. Und hier endlich mal wieder ein Bettbild:

Und das ist der Blick aus unserem Fenster:

Hinten links, das ist Yale.

Wir sind hier noch ein wenig durch die Straßen gelaufen und waren doch sehr überrascht, wie krass hier arm und reich nebeneinander zu finden sind. Ich dachte ja, dass die Stadtoberen die Obdachlosen aus der Gegend um die Universität herum vertrieben hätten. Aber das haben sie wohl nicht, oder nicht geschafft.
Auch die Gebäude sind sehr unterschiedlich: da gibt es auf der einen Seite die alten Gebäude der Universität aus dem 18. Jahrhundert und ein paar Straßen weiter moderne Bankhochhäuser.

Irgendwie bekommt frau hier das Gefühl, die Stadt weiß nicht recht, ob sie modern oder traditionell (oder alt) sein soll.

Und überall wimmelt es natürlich nur so von Studierenden, egal welches Café oder Restaurant wir betreten, sie sind überall mit und ohne Laptops oder I-Pads.

Wir haben in Claire’s Corner Copia, das hier um die Ecke ist, zu Abend gegessen. Claire’s ist ein vegetarisches Restaurant, das 1975 eröffnet wurde und eine Riesenauswahl an vegetarischen und veganen Gerichten anbietet. Viele basieren auf mexikanischer Küche. Schatzi hatte eine mexikanische Lasagne und ich hatte Enchiladas de la Casa.
Köstlich, wirklich köstlich und gar nicht mal teuer.
Zum Nachtisch gabe es noch ein Stück extrem leckeren Carrot Cake (Rüblitörte).
Im Hintergrund spielte übrigens die ganze Zeit klassische Musik, die aber irgendwie überhaupt nicht zu dem Laden passte. Und lustige Bilder hatten sie an der Wand:

So, das soll jetzt aber reichen.
Morgen geht es auf die letzte Etappe nach Washington, wo wir noch einmal im Omni Shoreham übernachten.