Indian Summer 2010 – Washington – Frankfurt

Tja, da sind wir wieder. Zurück in good old Frankfurt, Germany.

Nach einer ruhigen Nacht völlig ohne jeglichen Alarm irgendeiner Art haben wir gestern morgen noch einmal im bereits erwähnten Diner „Open City“ gefrühstückt. Und wir wurden von einer Lesbe bedient! Yeah!

Danach ging es mit dem Auto den Rock Creek Parkway hinunter und rüber in den Stadtteil Georgetown. Der Rock Creek ist ein Nebenfluss des Flusses Potomac, der durch Washington fließt. Der Parkway ist eine offizielle Straße durch den Park, der um den Rock Creek herum bereits 1890 angelegt wurde.
Georgetown ist übrigens der „In-Stadtteil“ der jungen weißen Einwohner Washingtons und der Touristen.
Achtet mal in der Tagesschau bei einer Live-Schaltung aus Washington darauf, ob Ihr hinter der/dem ReporterIn eine goldene Kuppel seht. Das wurde dann in Georgetown aufgenommen. Die Kuppel hat überhaupt nichts mit einem Regierungsgebäude zu tun, die gehört nämlich zu einer Bank (oder ist das dann doch ein Regierungsgebäude??? 😉 )

Aber Georgetown hat sich in den letzten Jahren doch sehr verändert. Wirkte Mitte der Neunziger Jahre vieles dort noch ein wenig alternativ, ist mittlerweile auch hier der volle Kommerz ausgebrochen.

Wir waren noch kurz in einer Filiale des Buchhandelsgiganten Barnes & Noble (ungefähr so wie Hugendubel hier). Ich wollte mal gucken, wieviel Lesbenliteratur die da so verkaufen.
Also, damit hätte ich ja überhaupt nicht gerechnet: ein popeliges unterstes Regalbrett, auf dem vielleicht 10 Bücher standen!
Was soll lesbe jetzt davon halten?
Sind wir zurück in den Achtzigern, oder was?
Ich bin durch alle drei Stockwerke des Ladens gelaufen.
Haben die vielleicht die Lesbenliteratur unter die „normale“ Literatur gemischt?
Nein, natürlich nicht.
Da gab es nur noch eins: nix wie raus.

Nachdem wir unser Auto wieder aus der Tiefgarage geholt hatten, fuhren wir schon mal in Richtung Flughafen.
Ein paar Abfahrten früher liegen zu beiden Seiten des Potomac die Abfahrten zu den sogenannten Great Falls. Der Potomac bildet eine natürlich Grenze zwischen den Bundesstaaten Maryland und Virginia, die Washington umgeben. Von beiden Seiten aus ist es möglich, diese Great Falls – im Grunde sind es Stromschnellen, die nichts mit Falls = Wasserfällen zu tun haben – zu besichtigen.
Leider hatte ich die falsche Seite gewählt. Die Zufahrt auf der Maryland-Seite war eine einzige riesige Baustelle, die das Vergnügen dann doch ein wenig trübte. Rüberzufahren auf die Virginia-Seite hätte aber zuviel Zeit gekostet.
So haben wir halt einfach ein wenig aufs Wasser gestarrt und uns dann auf den Weg zum Flughafen begeben.

Dann hieß es: Auto auspacken, abgeben, rein in den Zubringer-Bus zum Terminal, lange Schlange anstellen, selbst mithilfe des Reisepasses einchecken, Koffer aufgeben, wieder anstellen beim Sicherheitscheck, Jacken aus, Schuhe aus, alles durch den Röntgenapparat schicken, alles wieder einsammeln, Schuhe wieder anziehen, rein in den Zug zum anderen Gebäude, Gate suchen, was essen, rüber laufen, zur „Raucherlounge“ (die alles andere als loungig ist), noch einen Kaffee trinken, warten, warten, warten, ins Flugzeug einsteigen, Abendessen, Film gucken, versuchen zu schlafen, Schatzi kann nicht schlafen, will endlich ankommen, doch ein bißchen schlafen, Flugzeug braucht aufgrund von Rückenwind eine halbe Stunde weniger, aussteigen, Passkontrolle, Gepäck einsammeln, rüber zur S-Bahn, in die Stadt fahren, zuhause ankommen, nix zu essen da, einkaufen gehen, auspacken, Waschmaschine anstellen, erschöpft ein Nickerchen machen, nicht zu lange schlafen, weiter auspacken, Abendessen, ausruhen, Fotos überspielen, einen weiteren Eintrag schreiben und aus.

In den nächsten Tagen werde ich noch einige Fotos und eine Linkliste einstellen und vielleicht noch einen Eintrag über amerikanische Supermärkte schreiben.

Bis zur nächsten Reise,

Schatzi & Schatzi