Irland-Schottland Frühjahr 2017 – Tag 1

Tja, wir wollten jetzt längst in der Luft sein. Unterwegs von Düsseldorf nach Dublin.
Aber leider, leider hocken wir hier immer noch am Düsseldorfer Flughafen, da unsere Maschine leider fast zwei Stunden Verspätung hat. Bisher ist die gesamte Anreise eine Geschichte der Verspätungen. Denn auch der Zug, mit dem wir nach Düsseldorf gefahren sind, hatte Verspätung.
Da kommt uns jetzt die Flugverspätung ganz recht.
Der Zug zum Flug brauchte 30 Minuten länger wegen einer Baustelle; dann ist es ein größerer Akt vom Bahnhof Düsseldorf Flughafen zum eigentlichen Flughafen zu kommen. Es waren verdammt viele Leute unterwegs und diese kleine Schuttle-Bahn zwischen Bahnhof und Flughafen nimmt nicht sehr viele Leute auf einmal mit. Am Check-In-Schalter von der einen Billig-Tochterfirma der deutschen Kranichlinie haben wir dann auch noch einmal bestimmt eine halbe Stunde gebraucht. Mal wieder hunderte Passagiere und viel zu wenige Schalter auf.
Da kann frau schon mal ungehalten und knurrig werden. Erst recht bei Nikotinmangel und Hunger!
Schatzi und ich wissen schon, warum wir nicht gerne mit dem Flieger verreisen. Es ist doch immer mit viel Rumwarterei, Schlangestehen und genervt sein verbunden.

Jetzt hocken wir hier also in der Nähe des Abfluggates und starren ständig auf die Uhr und auf die Fluganzeigetafel. Wenigstens hatten wir durch die Verspätung noch Zeit, etwas zu essen. Es gab Currywurst und Pasta Bolgonese mit pulled Fleisch satt Hackfleisch. Für Flughafenessen ganz ordentlich.

Später mehr.

Es ist kaum zu glauben, aber wir sind tatsächlich endlich in Dublin angekommen. Nach Verschiebungen von 14.10 Uhr über 15.25 Uhr und 15.55 Uhr durften wir endlich um 16.15 Uhr in den Bus einsteigen, der uns zum Flugzeug gebracht hat. Dann ging es aber noch nicht gleich los. Wir mussten weitere 40 Minuten warten, bis die Maschine endlich zur Startbahn rollte. Nach einem dann ruhigen Flug waren wir schließlich um 19 Uhr Ortszeit (20 Uhr in Deutschland) in unserem Zimmer im Hotel Red Cow Moran in einem Industriegebiet in Dublin angekommen. Puh! Das war ein langer Tag!
Wir waren ja schon um halb sieben heute morgen aufgestanden.
Okay, so nüchtern betrachtet, klingt das alles nicht sehr lang. Aber das eigentliche Problem war ja nicht die reine Wartezeit, sondern der Mangel an Informationen. Es fühlte sich niemand von Eurowings bemüßigt, mal irgendeine Ankündigung zu machen oder auch nur mal ein Gesicht zu zeigen.
Wir sahen während der gesamten Zeit keine einzige Person von Eurowings.
An den Check-In-Schaltern saß Personal vom Flughafen Düsseldorf, am Schalter des Abflug-Gates saßen zunächst MitarbeiterInnen von Lufthansa, die sich um den Flug vor unserem nach Edinburgh kümmerten und sich dann aus dem Staub machten. Die Ladies vom Nachbarschalter (ebenfalls von Lufthansa) sagten nur: „Dafür bin ich nicht zuständig.“
Langsam aber sicher näherte sich die auf dem Bildschirm anvisierte Abflugzeit von 15.55 Uhr und immer noch war keine Person von Eurowings oder sonstwem am Schalter des Abflug-Gates zu sehen.
Mehrere Passagiere (wir auch) versuchten, an allen möglichen Stellen herauszufinden, wann es denn jetzt endlich losgehen würde. Keine Reaktion. Nur die Standard-Antwort: „Dafür bin ich nicht zuständig.“ ARRGGGGHHHH!!!
Das wissen wir auch! Rufen Sie endlich welche herbei, die zuständig sind!!!

Um 15.55 Uhr kamen dann endlich zwei Lufthansa-Mitarbeiterinnen angeschlurft.
Auf die Frage, warum sie nicht früher da waren, meinten sie nur: „Wieso? Das Flugzeug war doch noch gar nicht da. Warum sollten wir dann zum Schaltern gehen?“ Oh, wie lieben wir doch die freundlichen und zuvorkommenden MitarbeiterInnen der Kranichlinie!

Das Flugzeug war übrigens in den Eurowings-Farben lackiert, hatte aber keine einzige Person von Eurowings an Bord. Das gesamte Personal war von Air Berlin. Die haben da ja seit letztem Jahr so eine Kooperation, wo Eurowings-Maschinen von Air Berlin abgewickelt werden. Was dazu führte, dass wir wieder keine direkte Ansprechperson für unsere Beschwerden hatten.
So kann ich dem Ärger der Passagiere natürlich auch aus dem Weg gehen.

Nun genug dazu.
Das Hotel ist sehr schön, in unserer Gruppe sind 29 Personen unterschiedlichsten Alters und wir haben schon ein paar nette kennengelernt.
Das Abendessen war sehr lecker:


Hähnchenbrust mit Kartoffelbrei und Sauce


Rotbarsch mit Kartoffelbrei und Weißweinsauce


Schokoladenbrownie mit Schokosauce.

Zu Fleisch und Fisch gab es Karotten und Steckrüben, zum Kuchen gab es Tee und Kaffee.
Mmmhhhh, lecker! So ein relativ simples Essen so geschmackvoll zubereitet. Toll.
(Ach ja, vorweg gab es eine Gemüsecremesuppe, die war nicht ganz so fotogen, aber auch sehr gut.)

Jetzt ist es auch schon wieder recht spät geworden und morgen geht es endlich los. Zunächst eine Stadtrundfahrt in Dublin und nachmittags zur freien Verfügung in der Stadt.
Wir freuen uns schon!

1 Antwort zu “Irland-Schottland Frühjahr 2017 – Tag 1”

  1. Eine Anreise mit wahrlich vielen Hindernissen!! Ab jetzt wird es anders, bestimmt! Grüße an Dublin: dort wurde Händels Messias uraufgeführt. Halleluja.

Kommentare sind geschlossen.