Irland-Schottland Frühjahr 2017 – Tag 2

Nach einer ruhigen Nacht, in der uns nur zu warm war, ging es heute morgen zum Irish Breakfast, bestehend aus:
Müsli, Porridge, gekochtem Schinken, Käse, Brot, Bratwürstchen (inklusive Black Pudding, sprich Blutwurst), Rührei, Spiegelei, Bohnen, gebackene Tomaten, süßem Gebäck, Marmelade, schwarzem Tee und Kaffee aus der Pumpkanne (!) und einiges an Säften. Nein, wir haben das nicht alles gegessen. Das war nur die Auswahl. Insgesamt war das Frühstück ganz gut. Nur war es wahnsinnig voll im Frühstücksraum, denn wir waren nicht die einzige Busgruppe im Hotel. Ich tippe mal auf mindestens zwei weitere. Was zur Folge hatte, das wir am Eingang von einer netten jungen Dame, oder auch Zuchtmeisterin genannt, abgefangen wurden, die uns mit nachdrücklichem Fingerzeig zu unserem Tisch dirigierte.

Danach haben wir mit dem Bus eine kleine Stadtrundfahrt in Dublin gemacht. Dabei sind wir auch durch den Phoenix Park gefahren, der doppelt so groß wie der Central Park in New York ist (nein, ich weiß nicht, wieviel das in Fußballfeldern ist). Dort liegt unter anderem die Präsidentenresidenz drin, außerdem die amerikanische Botschaft, der Zoo von Dublin und ein riesiges Grasgelände, auf dem sich 1979 mehr als eine Millionen Menschen versammelt hatten, als Papst Johannes Paul II dort eine Messe gehalten hat.
Heutzutage laufen dort hauptsächlich Hirsche rum und zwar ziemlich viele. Angelegt wurde der Park nämlich im 17 Jahrhundert als Hirschpark, in dem dann Königs und so rumballern durften. Das geht heute natürlich nicht mehr und deswegen vermehren sich die Hirsche da wie die Karnickel. 🙂

Weiter ging es in die Stadt hinein und raus aus dem Bus. Den zweiten Teil der Stadtbesichtigung haben wir zu Fuß gemacht.
Es gab sehr viel zu sehen. Häuser im georgianischen Stil, im viktorianischen Stil, moderne Häuser und viele bunte Haustüren.
Hier ein paar Bilder:

Zwei schicke Denkmäler/Statuen haben wir auch noch gesehen:


Oscar Wilde, zu dem ich wohl nichts weiter schreiben muss, flätzt sich in einem Park gegenüber von seinem Geburtshaus.


Und Molly Malone, die sich leider nicht ausruhen kann.
Hier ein Link zu einer kurzen deutschen Beschreibung: Molly und hier ein etwas ausführlicherer in Englisch: Malone.
Molly hat es mittlerweile zu einer Art Wahrzeichen von Dublin gebracht und das Lied über sie kann durchaus als Hymne von Dublin bezeichnet werden.

Es gäbe noch so viel mehr über Dublin zu berichten, aber ich will Euch nicht mit allzu vielen Details langweilen. Ich habe noch eine gute Homepage dazu in Deutsch gefunden: Dublin Inside

Unsere Füße waren mittlerweile ziemlich platt gelaufen und deshalb haben Schatzi und ich uns gegenüber von Molly in ein Pub abgesetzt. Das machte jetzt nicht viel, die Führung war sowieso fast zu Ende.
Da wir das fakultative Ausflugspaket nicht mitgebucht hatten, hatten wir den heutigen Nachmittag zur freien Verfügung.
In O’Neill’s Pub haben wir dann zu Mittag gegessen. Und das gab es:


Okay, das sieht jetzt vielleicht nicht durchgängig lecker aus, das war es aber. Ich schwör!

So gestärkt sind wir durch Dublin gelaufen. Hin über die Liffey auf der Ha‘ Penny Bridge, her über die Liffey, immer auf der Suche nach einer Buchhandlung, in der ich Biografien über irische Frauen finden könnte.
Wir sind da ziemlich rumgekommen und haben unterwegs extrem schlechten Kaffee bzw. Cappuccino getrunken, der dabei in einem hippen Café serviert wurde und aus Berlin kam. Gruseliges Zeugs. Richtig ölig und bitter. Bäh.

Schließlich und endlich fanden wir mithilfe eines netten Dubliners die Buchhandlung Hodges Figges mit einer wunderbar großen Abteilung rund um die irische Geschichte und irische Menschen.
Da habe ich dann erst mal ausführlich gestöbert und mir einiges ausgesucht. Letztendlich gekauft habe ich allerdings nur ein Buch. Von wegen Gewicht des Koffers und so. Der muss in den nächsten Tagen ja noch ein paar Mal durch die Gegend gezogen werden auf unserer Rundfahrt.
So habe ich mir dann brav die ISBN-Nummern aufgeschrieben und werde mir die Bücher dann zuhause bestellen.

Dann ging es mit der Tram zurück zum Hotel. Das war recht günstig, allerdings auch wieder sehr laufintensiv. Denn die nächste Haltstelle vom Hotel aus ist 10 Minuten weit weg und dabei läuft der Fußweg zum größten Teil zwischen zwei Autobahnen und über die eine dann hin zum Hotel. Als Übernachtungsort für Leute, die ohne Auto nach Dublin kommen, ist das Hotel nicht unbedingt geeignet. Es sei denn Ihr seid Wandertanten. Dann geht das. 🙂

Nach einem gemeinsamen Abendessen mit der Gruppe:


(Das andere habe ich nicht geknipst. Das sah fast so aus wie das Essen gestern).

ging es dann auch schon wieder ins Hotelzimmer. Morgen früh geht es weiter zu den Cliffs of Moher and County Clare an die Atlantikküste Irlands.