Irland-Schottland Frühjahr 2017 – Tag 4

Heute ging es weiter in Richtung Norden. Zunächst fuhren wir nach Galway, der drittgrößten Stadt Irlands.

Leider, leider war die Zeit in dieser Stadt viel zu kurz. Insgesamt hatten wir nur eine dreiviertel Stunde, um zu toilettieren, wie unser Reiseleiter immer sagt, und ein wenig von der Stadt zu sehen.
Immerhin haben Schatzi und ich auf Anhieb einen tollen Laden mit Kaffee und Kuchen gefunden. Beides war im Deli McCambridge’s einfach lecker.

Durch Galway fließt übrigens der kürzeste Fluß Europas, der Corrib ist nur 15 Kilometer lang.
Wir haben nur einen extrem kurzen Eindruck von der Stadt bekommen, aber der war seht gut. Und da Schatzi und ich beschlossen haben, Irland auf alle Fälle noch einmal ohne Gruppe zu bereisen, wird Galway ganz oben auf der Liste der zu besuchenden Orte stehen.

Weiter ging es in Richtung Norden auf dem Wild Atlantic Way durch hügelige Landschaften mit Unmengen von Rhododendren (oder Alpenrosen oder Azaleen) in allen Schattierungen von Lila. Was für ein Anblick und als wir dann zum Connemara-Nationalpark kamen, haben wir auch noch ein paar von den berühmten Connemara-Ponys gesehen und jede Menge freilaufender Schafe, auch mit Lämmern, die in aller Ruhe am Straßenrand grasten.
Ansatzweise erinnert die Landschaft an die Highlands in Schottland und auch an Teile Nordnorwegens.
Schwer beeindruckend, aber „arg viel Natur“, wie Schatzi sagen würde. 🙂

Schließlich sind wir am Kylemore Abbey angekommen. Wieder so eine beeindruckende Touristenattraktion, die Schatzi und ich uns nur von außen angetan haben.
Besonders interessant ist ja die Geschichte. Dieses Gebäude hat ein Großindustrieller als Schloß für seine Frau bauen lassen und die Benedektiner haben es erst 50 Jahre später gekauft und in ein Nonnenkloster verwandelt.

Schatzi und ich haben dort was gegessen und ein wenig geschoppt.

Insgesamt waren wir zwei Stunden dort. Für unsere Begriffe ein wenig zu lang. Allerdings hatten einige aus der Gruppe ja eine Besichtigung der Abbey gebucht und das dauert natürlich eine Weile.

Schließlich ging es weiter in das County Mayo nach Ballina, wo sich unser nächstes Hotel befindet, das Grand National Hotel Ballina. Okay, Grand ist jetzt ein bißchen übertrieben. Das Hotel ist eher okay als großartig. Wir haben nur zwei kleine zusammengeschobene Einzelbetten statt der bisherigen großen 1,60er- und 1,40er Betten in den anderen Hotels; der Teppich ist ziemlich schmuddelig und die Fernbedienung vom Fernseher war geklaut. Allerdings ist das zu vernachlässigen gegenüber den Erlebnissen einiger anderer aus der Gruppe. Die hatten teilweise noch schmutzige Handtücher oder gar keine im Zimmer, ein Ehepaar hatte eine kaputte Badezimmertür und die Toilette war stark verschmutzt. Wir hoffen doch sehr, dass sie ein anderes Zimmer bekommen haben.

Das Abendessen haben wir heute ganz fürnehm eingenommen. Wir saßen an drei großen Tischen, die wohl eher für eine Hochzeit eingerichtet waren, als wir eine schnöde Reisegruppe aus Deutschland. Sogar die Stühle waren mit weißen Hussen überzogen. Das Essen war nichts Besonderes. Nichts, was wir die letzten Tage nicht auch schon gegessen haben. Und beim Nachtisch hatten wir den Eindruck, dass wir die Reste der Nachtische in den anderen Hotels, in denen wir bereits übernachtet haben, mitbekommen haben.

Okay, das hier war nett: Brötchen, die wie kleine Brote aussehen.

Na gut. Wie meinte einer aus der Gruppe: ein Verreckerhotel ist immer dabei. Ich hoffe doch sehr, dass es das einzige bleibt.

Nach dem Abendessen haben Schatzi und ich noch die Sporteinrichtungen des Hotels genutzt. Schatzi ist im Fitnessraum Rad gefahren und ich war im 20-Meter-Pool schwimmen. Das war jetzt auch relativ in Ordnung. Allerdings war das Wasser doch arg warm und sowohl Fitnessraum als auch der Poolbereich waren ziemlich testosterongeschwängert von jungen Männern, die meinten, sie müssten zeigen, wie toll sie sind. Wenn sie’s nötig haben …

Jetzt ist gut für heute. Morgen verlassen wir Irland und fahren nach Belfast in Nordirland. Wir sind schon sehr gespannt!