Irland-Schottland Frühjahr 2017 – Tag 8

An unserem letzten Tag der Rundreise ging es heute nach Edinburgh. Bevor es in die Stadt reinging, haben wir an einem Aussichtspunkt gehalten, von dem aus die drei Brücken über den Firth of Forth zu sehen sind. Eine Brücke aus dem 19. Jahrhundert, eine aus dem 20., und eine aus dem 21. Jahrhundert, die 2018 eröffnet werden soll. Das ist jetzt nicht wirklich so spannend, aber irgendwie gehört das bei Edinburgh-Besichtigungen immer dazu.

Wir sind dann weiter mit dem Bus in die Stadt hineingefahren und haben am Charlotte Square gehalten. Dort ist unter anderem der Sitz des schottischen First Ministers. Zurzeit ist das Nicola Sturgeon.
Ob die Erste Ministerin zuhause war oder nicht, konnten wir leider nicht feststellen. Aber ich vermute mal, eher nicht, denn es war keine Polizei weit und breit zu sehen. Wer weiß, vielleicht stehen da ja nie sichtbar Polizisten. Die Briten sollen ja viele Polizisten in Zivil einsetzen.
Schatzi und ich haben uns dann zu diesem Zeitpunkt von der Gruppe abgesetzt. Wir waren ja schon einmal in Edinburgh und wollten deshalb die Stadtrundfahrt nicht mehr mitmachen. Der Reiseleiter hat uns noch gesagt, wo nachmittags der Bus stehen würde und die Handynummer von Simon, unserem Busfahrer, hatten wir auch bekommen, sodass wir zur Not nochmal hätten anrufen können.

Simon ist übrigens ein sehr netter Busfahrer, der von uns mit ziemlich vielen Fragen über das Leben in Großbritannien gelöchert wurde. Er selbst kommt aus Newcastle, das zu England gehört, aber nur gut anderthalb Stunden von Edinburgh entfernt liegt. Wir waren allerdings sehr erstaunt, dass er noch nie in Glasgow gewesen war. Wahrscheinlich ist das auch wieder so ein Fall von: was soll er da? Als Busfahrer war er bisher meistens in Südengland unterwegs. Erst seit neuestem macht er auch Schottland.
Unser Reiseleiter hat sich heute von uns verabschiedet. Er flog heute noch nach Dublin zurück, um die nächste Gruppe in Empfang zu nehmen. So dolle vermissen werden wir ihn aber wohl nicht. 🙂

Als erstes haben Schatzi und ich auf der High Street, die Teil der sogenannten Royal Mile ist, ordentlichen Kaffee bei einer großen amerikanischen Kaffeehauskette getrunken. Der Kaffee hier in Schottland ist nun auch nicht wirklich der Brüller. Es ist halt doch zu merken, dass in Großbritannien und Irland eher Tee getrunken wird. Der ist nämlich fast überall gut.Selbst der Tee morgens beim Frühstück, der bereits zubereitet serviert wird.

Da wir ja noch ein paar Bestellungen aus Deutschland mitbekommen hatten – irgend so ein bestimmtes Haarzeugs fürs Töchtersche und Käse fürs Söhnsche, machten wir uns auf die Suche nach einer Drogerie. Wir haben da einfach mal in einem Laden auf der Royal Mile gefragt, ob sie uns einen nennen könnten. Die Verkäuferin schickte uns um die Ecke, auf eine der großen Straßen, da müsse eine sein.
In dieser Straße haben wir dann einen Laden für Friseurbedarf entdeckt. Leider hatten die das Gewünschte nicht da, aber die Verkäuferin war wirklich nett und hat im Internet nachgeschaut, welche Drogerie das Produkt führt. Und sie hat auch tatsächlich eine gefunden. Auf der Princes Street würden wir fündig werden. Wir also dahin. Leider hatten die es erst kürzlich aus dem Sortiment genommen und es ist nur noch online zu haben. Argh! Aber sie hat uns dann ein anders Produkt empfohlen, dass genauso gut wäre. Na gut, dann nehmen wir das.

Wir sind auf dem Weg dahin an einem Marks & Spencer vorbeigekommen, der hier auch eine Lebensmittelabteilung hat. Eine gute Quelle für Cheddarkäse! Wir also ab dahin. Den Weg zum Käse haben wir dann relativ schnell gefunden, aber leider lag der im Kühlregal und wir wollten den ja nach Deutschland mitnehmen. Der junge Mann, der dort Dienst hatte, hat sich dann mal schlau gemacht, wie wir das Problem am besten lösen. Er hat uns dann empfohlen, an der Kasse eine Kühltasche für den Käse zu kaufen. Da hätten wir auch selbst drauf kommen können. Tsk.
Auf dem Weg zur Kasse habe ich noch einen kleinen Schlenker durch die Abteilung mit den Backzutaten gemacht. Wir hatten sowohl in Irland als auch hier in Schottland immer wieder leckere Scones mit Rosinen gegessen. Da wollte ich doch mal schauen, ob die eine Backmischung dafür haben.
Normalerweise bin ich ja kein Fan von Backmischungen, aber ich habe bereits ein paar Mal probiert, Scones zu machen. Leider hatte ich meist zu viel Backpulver drin, das hat dann gerne mal vorgeschmeckt. Deshalb habe ich jetzt einfach zwei Packungen mitgenommen. Mal gucken, wie das schmeckt.

Nach einem kleinen Snack in der Cafeteria des Geschäftes haben wir uns noch ein wenig in den Klamottenabteilungen umgeschaut. Der britische Geschmack in Sachen Kleidung ist doch ein wenig anders als der unsere. Ich bin mir nicht sicher, ob das hier in Deutschland eine Frau kaufen würde:

Aber ich glaube, Marks & Spencer hat ja mal versucht, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen und ist gescheitert. Wundern tut mich das nicht. 🙂

Danach ging es wieder rüber zur Royal Mile. Dort wollten wir ein wenig in den Geschäften stöbern und eventuell noch ein T-Shirt für mich und einen Poncho für Schatzi kaufen.
Wir sind von einem Souvenirladen in das nächste Fachgeschäft für Kashmir- und Lammwollstoffe und wieder in ein Souvenirladen gelaufen. Aber leider sind wir nicht erfolgreich gewesen. Die Ponchos waren entweder zu kurz oder zu hässlich oder zu teuer und die T-Shirts zu langweilig. Aus irgendeinem Grund sind gerade Shirts angesagt, auf denen der Name der Stadt so drauf steht, als hätte die Trägerin die Uni in dieser Stadt besucht. Völlig blöd. Es waren mal wieder die T-Shirts und Strampler für Kinder, die am tollsten waren. Unfair!

Zwischendurch sind wir über sehr steile Treppenstufen hinunter zum Grass Market geklettert und haben dort bei einem Italiener eine sehr leckere Pizza gegessen und guten Espresso bzw. Kaffee getrunken. Ach, war dat schön!!!

Gegen fünf ging es dann zurück nach Bathgate zum Hotel. Das Abendessen heute abend war zum Glück auch wieder gut.

Morgen vormittag werden wir dann zum Flughafen Glasgow gebracht, von wo es zurück nach Düsseldorf geht. Drückt uns mal die Daumen, dass wenigstens die Rückreise ohne Schwierigkeiten vonstatten geht!

Cheers!