Is ja schon wieder Frankfurter Buchmesse!

Gestern bin ich mal wieder über die Frankfurter Buchmesse getobt.
Okay, getobt ist vielleicht ein wenig übertrieben, es war dann doch mehr ein Schlendern.

Da gab es wieder einiges zu entdecken.
Zunächst habe ich mir im Forum Agora den Pavillon des Ehrengastes/der Ehrengäste Flandern & Die Niederlande angeschaut. Der Auftritt auf der Buchmesse steht unter dem Motto „Dit is wat we delen“ (Dies ist, was wir teilen). Von der Homepage:

Flandern und die Niederlande teilen nicht nur eine gemeinsame Sprache, das Niederländische, sie können auch auf eine gemeinsame Geschichte zurückblicken, besonders im Bereich der Kultur und Literatur.

Dort gab es nicht nur Bücher zu sehen sondern auch ZeichnerInnen, die vor Ort arbeiten, eine kleine Kunstinstallation und natürlich auch Lesungen und Gespräche. Schon recht interessant, wenn auch der Raum an sich jetzt trotz der Projektionen von Strand und Meer nicht ganz so spektakulär war. Muss aber auch nicht immer sein.
Übrigens: draussen gibt’s belgische Schokolade und Fritten!

Weiter ging’s dann in Halle 3, wo ich auf Ebene 3.1 erst mal ne Runde die KollegInnen am BDÜ-Stand besucht habe.
In Halle 3.1 sind dieses Mal die Stände mit Papeterie (also Karten, Geschenkpapiere etc.) untergebracht und als ich dann meine Runde fortsetzte, kam ich zufällig an einen Stand, der Karten mit Motiven hatte, die mich stark an die Zeichentrickfilme von Monty Python erinnerten. Das musste ich mir doch mal näher anschauen. Besonders, als mir dann der Name, besser gesagt, der Untertitel, ins Auge fiel: PABUKU – The Queer Paperie.

Klasse! Schicke Postkarten mit abgefahrenen queeren Motiven! Ob lesbisch, schwul oder hetero und anders: hier sind endlich die passenden Karten zu finden, die auch noch ungewöhnlich sind.
Das sind übrigens die ersten Karten, die ich mit der Rückseite nach vorn im Laden präsentieren würde. Dann ist die Freude über die wunderbare Vorderseite noch größer.

Ich muss hier jetzt einfach mal ein Bild von der Pabuku-Homepage reinsetzen (ich bin so frei, liebe Ladies von Pabuku):

Pabuku 2

Das Einzige, was mich ein wenig stört ist, dass die Karten alle in Englisch sind. Aber da sind die Geschmäcker ja verschieden.
Also ich sag ja immer: diese österreichischen Lesben, die überraschen doch immer wieder! 🙂 Und ich wünsche Euch jedenfalls extrem viel Erfolg!

Ich bin dann noch ein bißchen durch die Reihen geschlendert, hatte aber bald das dringende Bedürfnis nach frischer Luft. Es war aber auch ziemlich voll gestern. Zum Glück hat es nur etwas genieselt, es war also durchaus möglich, sich draußen ein wenig länger aufzuhalten. Okay, warm und sonnig war es nicht, aber ich bin da ja nicht so.

Ein Besuch der Halle 4 stand auch noch an. Dort befinden sich in diesem Jahr die meisten der deutchen Belletristik-Verlage und auf Ebene 4.2 sind die Fachbuchverlage untergebracht. (Ja, da war ich auch kurz. Muss doch den Anschein der beruflichen Beschäftigung mit Büchern aufrecht erhalten. 😉 )

In 4.1 habe ich dann den Konkursbuchverlag und den Querverlag besucht und einen kleinen Abstecher in den nächsten Gang zu den Bücherfrauen unternommen.
Die Bücherfrauen verleihen übrigens seit 1996 die Ehrung BücherFrau des Jahres, eine Auszeichnung für Frauen in der Buchbranche, die sich insbesondere für Frauen im Buchsektor engagieren. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Anita Djafari, die mit dem Verein Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. sehr stark Autorinnen aus den genannten Ländern fördert.
Litprom vergibt auch seit 2013 (vorher war es eine Initiative) den LiBeraturpreis an einen Titel einer Autorin aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder der arabischen Welt. Und dann gibt es noch die Litprom-Bestenliste Weltempfänger, die viermal im Jahr erscheint und die besten Autorinnen und Autoren der geförderten Regionen vorstellt.
Nach der Preisverleihung bin ich dann zügig wieder rüber in Halle 4 gelaufen, um auch noch am traditionellen Sektempfang des Querverlags teilzunehmen.

Es war mal wieder ein langer, etwas anstrengender Tag auf der Buchmesse, aber es hat sich wirklich gelohnt.
Sonntag mache ich dann wieder Standdienst beim BDÜ. Mal gucken, wer so schaut.