Karibikurlaub vom 27.02.-12.03.2016

Ein Gastbeitrag der Billardspielerinnen

Am 27.02.2016 ging unsere lang geplante und herbeigesehnte Karibiktour los.
Gestartet wurde mit der Fluggesellschaft Condor und ca. 3 ¾ Stunden Verspätung vom Frankfurter Flughafen zum Flughafen La Romana in der Dominikanischen Republik. Nach 9 Std. Flugzeit wurden wir vom Flieger ohne irgendeine Kontrolle direkt in den Bus und ab auf unserer Schiff, die AidaLuna, gebracht. Auch bei der Aida war für das Einschiffen kein Schlange stehen angesagt sondern es ging alles sehr schnell. Da das Schiff trotz unserer Verspätung pünktlich auslaufen wollte, konnten wir gerade noch unser Handgepäck in die Kabine bringen, bevor die Sirenen für die Seenotrettungsübung los tuteten. Seit dem Costa-Concordia-Unglück ist dies bei der Aida eine ca. 45-minütige. Pflichtveranstaltung für alle Passagiere vor dem Auslaufen des Schiffes.
Danach legten wir auch schon ab und unser Urlaub begann damit, dass wir diesem Ablegemanöver in tropisch warmer Nacht von unserer Balkonkabine aus zuschauten.

Der 28.02.2016 war dann für uns ein Seetag, was ganz gut war, um das Schiff kennenzulernen. Am 29.02.2016 liefen wir nach 1109 km Fahrt dann gegen 08:00 Uhr auf Jamaika in den Hafen von Ocho Rios ein. Hier wurden wir vom Schiff aus gleich auf ein kleines Boot geführt und fuhren zum Schnorcheln. Dieser Ausflug war nicht ganz so schön, wie er geplant war, da ein sehr starker Wellengang herrschte und man so im Wasser wenig sehen konnte. Außerdem wurden einige
Mitfahrer seekrank, was aber bei unserem Zwischenstopp an dem berühmten Wasserfall Dunn´s River und seinem Strand schnell wieder vergessen war.

Dunn’s River Wasserfall
Dunns-river-wasserfall-klei

Von der Stadt Ocho Rios haben wir leider nichts gesehen, weil man ja nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig sein kann und unsere Reise um 16:00 Uhr wieder weiter ging.
Es folgte wieder ein Seetag zum Erholen. Am 02.03.2016 gegen 06:00 Uhr legten wir auf der Insel Cozumel an. Der Hafen heißt San Miguel und gehört zu Mexiko. Auf der Insel Cozumel gibt es eigentlich nicht viel zu sehen, außer man möchte Baden gehen. Deshalb haben die meisten Passagiere auch einen Ausflug auf das gegenüberliegende Festland Mexiko gebucht. Da konnte man die Maya-Stätten in Tolum oder Cherzrenitza besichtigten.

Maya-Stätte Tolum mit Strand.
Maya-Stätte-klein

Gegen 19:00 Uhr liefen wir wieder aus und fuhren 407 km nach Belize City in Belize, dem ehemals britischen Honduras auf der Yukatan-Halbinsel, um dort gegen 10:30 Uhr am nächsten Tag vor Anker zu gehen. Vor Belize gibt es das zweitgrößte Riff der Welt, das Belize Barrier Reef. Bei schönen, sonnigen Wetter sieht man hier eine Wahnsinns-Fischvielfalt. Leider hatten wir eine recht unruhige See und Dauerbewölkung mit gelegentlichen Schauern, sodass man im Wasser nicht viel, und vor allem nicht weit, sehen konnte.

Belize Barrier Reef
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Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, dieses Wetter sollte uns bis auf die letzten drei Tage unser Reise, verfolgen. Die Temperaturen waren so 28 – 30 Grad warm. Nur abends brauchte man wegen des Windes einen Pulli.

Es folgte nach dem Ablegen von Belize wieder ein Seetag und weitere 1109 km Fahrtstrecke zur Insel Grand Cayman. Hier legten wir am 05.03.2016 im Hafen der Inselhauptstadt George Town an. Die Schreiberin machte hier einen geführten Ausflug mit, welcher uns nach einer Inselrundfahrt zuerst zu einer Schildkörtenaufzuchtsstation führte. Unser Führer Tom erklärte uns, dass diese Schildkrötenart vom Aussterben bedroht ist und so hat man vor einigen Jahren angefangen hier die einheimischen Schildkröten zu züchten, um sie dann mit ca. 10 bis 12 Jahren im Meer auszusetzen.
Diese Station lebt unter anderem von den Eintrittsgeldern der Touristen und von Spenden.

Schildkröte-klein

Von dort aus ging die Fahrt weiter zum Postamt der Hölle. Bis dahin wusste ich nicht, das es den Ort Hölle in der Realität gibt und nicht nur im Biblischen Sinne.

The-Hell-klein

Anschließend wurden wir mit dem Bus zu einem Bootsanleger auf der anderen Seite der Insel
Gefahren, wo wir umstiegen und aufs Meer zur Sandbank Stringray City gefahren wurden.
Hier erlebten wir unser persönliches Reise-Highlight, das Schwimmen mit den Rochen. Dass sich an diesem Ort so viele Rochen aufhalten, geht noch auf die Zeit der Fischerei zurück. An diesem Ort wurden früher von den kleinen Fischern die Fischabfälle ins Meer geschüttet und so haben sich die Rochen dort angesiedelt, weil sie leichte Beute bekamen.
Die Tiere im Wasser sind so zutraulich, dass sich die Rochen sogar streicheln ließen.
Man muss nur wegen des langen Stachels aufpassen und sollte im Wasser fest auf dem Sand stehen.
Einige Mitreisende haben die Fische sogar geküsst oder in den Arm genommen, so wie es ihnen unser Führer gezeigt hatte.

Rochen
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Gegen 16:00 Uhr legte die Aida wieder ab und es ging weiter wieder nach Jamaika. Wir fuhren 389 km nach Montego Bay, wo wir uns die Stadt anschauten und einen einheimischen weißen Rum probierten. Die Stadt lebt quasi von den Touristen, die die alten historischen Stätten, welche noch aus der Zeit der Sklaverei stammen, besuchen. Es gibt hier keine großartige Industrie mehr, nicht einmal mehr den Zuckerrohranbau. Wir hatten uns unter der Bezeichnung zweitgrößte Stadt Jamaikas die Altstadt und das Zentrum etwas größer und attraktiver vorgestellt.

Am Abend fuhren wir in Richtung Dominikanische Republik weiter. Eine Strecke von 926 km mit starkem Seegang und viel Wind nach Santo Domingo, wo wir am 08.03.2016 um 08:00 Uhr im Container-Hafen anlegten. Vom Schiff bis vor die Altstadtmauern wurden wir mit Bussen gefahren. Hier begannen wir unseren Erkundungsgang durch die Altstadt. In der Stadt des Entdeckers Kolumbus, welche von ihm und seinen Bruder erbaut wurde und in der sein Bruder als erster Statthalter für den König von Spanien regierte, sind viele alte Gebäude aus der Zeit noch erhalten. Man kann sie bestaunen. Die Straßen sind überwiegend in Kopfsteinpflaster gehalten und man sieht einige Pferdekutschen, die zu Stadtrundfahrten einladen.

Um 14:00 Uhr lief das Schiff wieder aus und es ging 622 km weiter zu der Pirateninsel Tortola, welche aus vielen Piratenfilmen (u.a. Fluch der Karibik) bekannt ist. Am 09.03.2016 um 11:30 Uhr liefen wir in den Hafen Road Town ein. Wir mieteten uns hier mit 7 anderen Mitreisenden einen offenen Kleinbus und machten eine interessante Inselrundfahrt, bei der man Land und Leute sah.

Tortola-klein

Auf der anderen Seite der Insel hatten wir dann einen ca. 1 ½ Std Strandaufenthalt, danach ging es wieder zurück aufs Schiff. Das war Karibik pur und ausnahmsweise spielte das Wetter auch mal mit, denn wir hatten Sonne mit etwas Wind, sodass die 30 Grad Temperatur gar nicht auffiel.

Am Abend um 19.00 Uhr liefen wir dann in Richtung St. Kits aus und liefen am 10.03.2016 um 08:00 Uhr nach 244 km im Hafen von Basseterre ein. Es war eine recht unruhige Nacht, da wir während der Überfahrt Windstärke 9 – 10 hatten. Im Bett hatte man die ganze Zeit das Gefühl, man schwanke von einer Seite zur anderen. Gleich nach dem Anlegen fuhren die ersten Boote raus zum Schnorcheln, und diesmal konnte meine Partnerin auch mal Fische in den Riffen schwimmen sehen.

Schnorcheln vor St. Kitts
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Nachdem meine Partnerin zurück war, schauten wir uns den Hafenbereich von Basseterre an.
Das großräumige Hafengebiet war mit vielen kleinen bunten Verkaufshäusern umstellt und lud zum Bummeln ein.
Um 18:00 Uhr legten wir nun ein letztes Mal mit der Aida ab.
Der nächste Hafen, den wir anlaufen würden, war auch unser Rückreisehafen. Am 12.03.2016 liefen wir nach 722 km um 08:00 Uhr in der Dominikanischen Republik den Hafen in La Romana an.
Hier verbrachten wir den Tag bis zum Rückflug im Wellnessbereich der AIDA und ließen so den Urlaub ruhig mit einem Cocktail ausklingen.

Ein paar Fakten zur AidaLuna, unserm Schiff:

AdiaLuna-klein

Die Luna ist 251,89 m lang, 32,2 m breit, hat einen Tiefgang von 7,3 m und umfasst 13 Decks. Sie ist baugleich mit ihren Schwesterschiffen AIDAdiva und AIDAbella. Es passen über 2000 Passagiere an Bord.
Für die Passagiere stehen 3 kostenlose Restaurants und eine Pizzeria zur Verfügung. Im Buffalosteakhaus, Restaurant Rossini und einer Sushibar kann man gegen Aufpreis einen romantischen Abend genießen. Leider sind wir nicht zu dem Vergnügen gekommen, da unser Menüplan für den Abend kurzfristig geändert wurde und das Reservierungspersonal, trotz Allergiehinweis bei der Reservierung, uns nicht über die Umstellung informierte. Ihr netter Satz am Abend, man könne ja jetzt Garnelen satt essen, statt der gebuchten Sparribs, kam bei uns nicht gut an, da eine von uns hochgradig allergisch auf Fisch reagiert (welches dem Personal bekannt war).
Für Allergiker ist es wichtig, bei der Buchung auf die jeweiligen Allergien hinzuweisen. Die Köche selbst hingegen reagieren sehr gut, wenn auf Allergien oder Unverträglichkeiten hingewiesen wird.

Wir hatten bei dieser Reise zum ersten Mal eine Balkonkabine und können nur sagen: nie mehr was anderes! Sie umfasste ca. 17 m². Auf dem Balkon passen zwei Stühle und ein kleines Tischchen oder eine Hängematte. Wir haben sehr oft mit dem Cocktail des Tages, den man mit oder ohne Alkohol empfehlen kann, die Sonnenuntergänge bzw. die An-/und Ablegemanöver genossen. Bei den Sonnenaufgängen brauchte man nur seine Kamera zu schnappen und genießen.
Das Showprogamm der Luna war ein großes Highlight. Um einen guten Platz zu bekommen, musste man 20 Minuten vor Showbeginn da sein. Die abwechslungsreichen Darbietungen mit Gesang, Akrobatik und Schauspielkunst wurden auch bei Windstärke 8-10 in hervorragender Qualität dargeboten.

Was wir sehr vermisst haben, war die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit des Personals an der Rezeption und den Bars. Bei unseren ersten Fahrten auf der Cara und der Diva wurden wir immer freundlich und mit einem Lächeln begrüßt.
Als negativ empfanden wir das Reservieren der Liegen auf dem Sonnendeck mit den Handtüchern. Es wurde trotz mehrmaligen Aufforderns des Kapitäns es zu unterlassen, nicht abgestellt. Der Kapitän hat persönlich festgestellt, dass dies ein deutsches Problem und es bei den Kapitänen von anderen Reedereien unbekannt ist.
Um diesem Stress zu entgehen, kann man sich in die Wellnessoase einbuchen. Drei Saunen, ein Erholungsbereich mit Hängematten-Muscheln, breiten Liegen und Wasserbetten um einen Whirlpool aufgebaut luden zum Chillen ein.
Hoffentlich habt ihr jetzt einem kleinen Einblick von dem Schiff bekommen.