Lesbischer Herbst 2012 – Unsichtbar: Fluch oder Segen? 9. – 11. November in Frankfurt am Main – der Freitag

Ja, ja, ich weiß, ich weiß: ich bin noch gar nicht alt genug für Lesbischer Herbst. Mir fehlen noch ein paar Jahre von den 49+, die normalerweise für die Teilnahme erforderlich sind.
Doch ich wurde angefragt. Als Referentin. Genauer gesagt, wegen meiner Leidenschaft für Bücher.
Yvonne, die Organisatorin, hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, beim Lesbischen Herbst Bücher für Lesben 49+ vorzustellen.
Da habe ich natürlich sofort zugesagt.
Und so kam es, dass ich auch an der eigentlichen Tagung teilnehmen konnte. Und Schatzi kam natürlich auch mit. Sie ist nämlich schon 49+, so war das kein Problem.

Die Tagung fand hier in Frankfurt in der Fachhochschule in zwei sehr großen Räumen statt. In dem einen Raum gab es Getränke, kleine Snacks und am Samstag das Mittagessen, im zweiten Raum wurden die Vorträge gehalten und themenbezogen diskutiert.

Am Freitag abend um 20 Uhr ging es los.
Yvonne begrüßte die Teilnehmerinnen (insgesamt waren wir 55 Lesben) und erklärte ein bißchen was Organisatorisches.
Danach wurde das Grußwort des Präsidenten, Dr.-Ing. Detlev Buchholz, der Fachhochschule vorgelesen. Herr Buchholz freue sich sehr darüber, dass der Lesbische Herbst in der Fachhochschule stattfindet und dadurch auch viele Studierende damit konfrontiert werden. Denn es gäbe an diesem Wochenende auch ein paar Seminare, so dass Studierende die Plakate für den Lesbischen Herbst sehen könnten.
Das passte natürlich hervorragend zum Thema der Tagung: Unsichtbar – Fluch oder Segen?

(Und es scheint tatsächlich auch an einer Hochschule noch nötig zu sein, Lesben sichtbar zu machen. Wir haben nämlich erfahren, dass eine junge Studentin, die bei der Vorbereitung der Tagung mitgemacht hat und die unter anderem am Getränkeauschank arbeitete, von einer Kommilitonen angefeindet wurde. So nach dem Motto: „Lesben interessieren mich nicht. Die sind doch nicht normal.“)

Danach gab es eine kleine Vorstellungsrunde. Aber nur nach Geburtsjahrzehnten und Wohnort. Die älteste Teilnehmerin war übrigens 75. Toll!
Anschließend haben wir noch ein wenig zusammengestanden oder -gesessen und uns schon mal etwas näher kennengelernt.
Unter anderem die beiden Referentinnen für den Samstag, Marie Sichtermann und Elke Amberg und eine Journalistin aus Castrop-Rauxel (ja, den Ort gibt es tatsächlich! :DD ), die aber privat da war.
Die meisten Frauen kamen aus den Postleitzahlbereichen 4, 5 und 6, aber es waren auch einige Berlinerinnen, welche aus Schleswig-Holstein und eine aus Mecklenburg-Vorpommern da. Und drei Schweizerinnen nicht zu vergessen.

Schatzi und ich waren sehr gespannt, was uns am Samstag zum Hauptthema der Tagung erwarten würde.

Fortsetzung folgt…