Lesbischer Herbst 2012 – Unsichtbar: Fluch oder Segen? 9. – 11. November in Frankfurt am Main – der Sonntag

Heute durften wir eine Stunde länger schlafen 😀
Allerdings durfte ich dafür als Erste ran. 😳

Ich habe ausführlichst über Literatur für Lesben 49+ berichtet.
Da gibt es ja zurzeit immer mehr Bücher dazu.
Nicht nur Romane sondern auch Sachbücher. Einige von denen sind schon länger auf dem Markt, andere erschienen in diesem Jahr.

Hier ein kleiner Ausschnitt der vorgestellten Bücher, für einige kommt in den nächsten Tagen dann noch eine längere Besprechung.

Claudia Lewin, In mir ein Meer, Ulrike Helmer-Verlag, 2012

Helga Boschitz, Es fühlt sich endlich richtig an! Erfahrungen mit dem späten Coming-Out, Ch. Links-Verlag, 2010

Trix Niederhauser, Das Tantenerbe, Ulrike Helmer Verlag, 2012

Veneda Mühlenbrink, Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an, Ulrike Helmer Verlag, 2010

Traude Bührmann, durchatmen, konkursbuch, 2011

Ulrike Janz, Verwandlungen – Lesben und die Wechseljahre, Krug & Schadenberg, 2006

Traude Bührmann, Faltenweise – Lesben und Alter, Krug & Schadenberg, 2000

Ich war sehr überrascht, dass doch ein Großteil der Frauen noch nicht abgereist war und heute vormittag, bzw. mittag noch einmal den Weg in die Fachhochschule gefunden hatte.
Es haben auch Einzelne noch weitere Bücher genannt, die sie für sehr lesenswert halten.
Da waren dann auch welche dabei, die ich noch nicht kannte. (Ja, das gibt es tatsächlich! Ich schäm mich ja schon! :oops:)

Erzählt habe ich auch, dass ich es mir zur Angewohnheit gemacht habe, in jeder Stadt, die Schatzi und ich bereisen, eine Buchhandlung zu besuchen, und die Buchhändlerinnen nach Biographien über ortsbekannte Frauen bzw. berühmte Frauen zu befragen (Leserinnen des Blogs Schatzis on Tour wissen das natürlich längst!) und natürlich das Buch dann auch zu kaufen. Einige Zuhörerinnen überlegten sich, das auch mal zu machen.

Zum Abschluß gab es von mir dann noch eine Kleine Leseliste für Lesben in den besten Jahren.

Damit war die Tagung aber nicht ganz zu Ende.
Yvonne hat uns befragt, was für Themen denn für den nächsten Lesbischen Herbst in zwei Jahren interessant sein könnten.
Einzelne Themen wurden zwar nicht benannt – okay, Sexualität sollte noch mal drankommen -, aber es gab eine Mini-Diskussion über den Ort der nächsten Tagung. Einige würden gerne wieder in ein Bildungs-/Tagungshaus gehen, das etwas abseits liegt, Andere plädierten dafür, in Frankfurt zu bleiben, wegen der bessseren Erreichbarkeit und natürlich der Sichtbarkeit.

Aber das war eine harmlose Diskussion, da sind Schatzi und ich doch ganz andere Auseinandersetzungen von den LFT her gewohnt. 😉

Alles in allem war dies eine wunderbare Tagung. Hervorragend von Yvonne organisiert, mit lecker Essen und ausreichend Platz, guter Erreichbarkeit und tollen Frauen.
Es war schön, dass sich Junglesben von der FH gefunden hatten, die die Bewirtung übernommen haben.
Sie waren ausgesprochen freundlich und aufmerksam. Und toll fand ich auch, dass die zwei mit zum Abendessen ins IB Hotel gekommen sind. Da konnte tatsächlich ein kleiner Austausch der Generationen stattfinden.
(Vielleicht wird es doch mal Zeit, eine Tagung zu diesem Thema zu organisieren. Das kann ja unabhängig vom Lesbischen Herbst passieren. Ich hatte schon das Gefühl, dass es in beiden Altersgruppen dafür Interesse gab.)

Und vor allen Dingen hat dieser Lesbische Herbst gezeigt:
– nicht alle Frauen über 50 sind Omas und unterhalten sich über Frauenkram oder Frauengedöns wie das ein ehemaliger Bundeskanzler mal genannt hat
– der Lesbische Herbst ist auch ein Ort für Frauen, die noch unsicher sind und ihren Platz in der Welt suchen
– das Zusammentreffen mit anderen Lesben ist immer wieder beflügelnd und es zeigte sich eine Leichtigkeit und Lebensfreude, auch durch das Zusammensein am Samstag abend, dass es eine Freude war!

Schade, dass ich in zwei Jahren immer noch nicht alt genug sein werde, um regulär teilzunehmen.
Aber in vier Jahren! Yeah!

Noch eine allerletzte Frage:
Und was machen wir jetzt für die Frauen zwischen 30 und 49, die nicht unbedingt zu L-Beach wollen, weil sie nicht so auf Party stehen, aber noch nicht zum Lesbischen Herbst dürfen???

1 Antwort zu “Lesbischer Herbst 2012 – Unsichtbar: Fluch oder Segen? 9. – 11. November in Frankfurt am Main – der Sonntag”

  1. Hm. Ich würde mich ja sehr freuen, wenn auch die nächste Tagung in Frankfurt stattfinden würde.
    Naja, wenn es woanders wäre, könnte es auch klappen.
    Weil, ich könnte in zwei Jahren dabei sein. *YIEHA*

    Generationen fänd ich ein nettes Thema. Das Trennende oder das Verbindende darin.

    Hm. Mal sehen, was kommt. 🙂

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