LFT 2012 in Nürnberg, 25.-28. Mai, Montag

Und schon sind wir wieder beim letzten Tag des LFTs angelangt.
Montag bedeutet Abschlußplenum und Abschlußplenum bedeutet Beschlüsse und Beschlüsse bedeuten heiße und heftige Diskussionen…

Normalerweise.

Aber was ist schon normal???

Dieses LFT jedenfalls nicht.

Moderiert wurde das Abschlußplenum, wie bereits seit sieben Jahren, von Kathrin. Und sie machte es auch in diesem Jahr wieder richtig gut. Sie strukturiert das Plenum, sie treibt an, wenn Diskussionen ausarten, sie bringt Dinge auf den Punkt, sie ruft die Frauen dazu auf, ihre Meinung zu äußern, etc. pp.
Nur, irgendwie war dieses Jahr alles etwas anders.

Natürlich gab es auch diesmal Lob und Kritik für die Orga-Frauen. Letzeres hielt sich allerdings in Grenzen. Es gab zum Beispiel wie jedes Jahr Beschwerden über’s Essen – zu unöko, zu teuer, zu frag mich nicht, was sonst noch. Es gab Lob für’s Essen: Bratwürste auf dem LFT – Ihr seid super! Es gab Lob der Essensverkäuferinnen an die Besucherinnen: Ihr wart tolle Esserinnen!

Ja, doch, einige fanden auch die Begrenzung der Teilnehmerinnenzahl nicht in Ordnung. Eine Begrenzung widerspreche dem Geist des LFTs, offen für alle zu sein (wobei ich mir die Frage stelle, ob es eine sooo schwere Bürde ist, sich rechtzeitig für den Besuch des LFTs zu entscheiden. Dass eine reine Anmeldung über’s Internet eine Diskriminierung aller Lesben, die sich dafür entscheiden, ohne Internetanschluß zu leben, ist, dem stimme ich natürlich zu. Es sollte schon möglich sein, sich auch telefonisch oder per Post anzumelden).

Doch selbst dieses Thema führte nicht zu einer heftigen Diskussion und es wurde auch kein Antrag gestellt, eine Teilnehmerinnenbegrenzung seitens der Orga-Frauen zu verbieten.

Einig waren sich die Anwesenden darüber, dass den Lesbengruppen in Ungarn und Russland Solidaritätserklärungen geschickt werden sollen. Darüber wurde gar nicht erst abgestimmt, das ging so durch (wäre ja wohl auch noch schöner!)

Anschließend wurden noch mal die Nürnbergerinnen euphorisch beklatscht und bejubelt und die Münchnerinnen enthusiatisch begrüßt. Das Motto des nächsten LFT lautet: LFT 2.0 13 Zeitlos lesbisch – wie lebst Du?
Die Münchnerinnen haben auch eine Seite bei Facebook: hier

Ach ja, dann gab es ja noch ein weiteres Thema:
LFT 2014.

Als Kathrin die Frage in den Raum warf:
Wo fahren wir nächstes Jahr hin?
Schrien alle:
München!
Und wo fahren wir übernächstes Jahr hin?
schrie doch tatsächlich eine:
Berlin!

Leider stellte sich das Letztere als Scherz heraus.
Und auch die Bedenkzeit, die Kathrin und Gwendolin mit einem herzzereissenden Vortrag des Stückes Romina und Julia überbrückten, führte leider nicht dazu, dass sich Lesben für 2014 meldeten.
Weder Berlin, noch Saarbrücken, noch das Ruhrgebiet oder gar Mainz oder Kassel gaben einen Pieps von sich.

So müssen wir also weiter im Dunkeln harren der Dinge, die da kommen oder wie es in der neuen LFT-Hymne heißt:

Und immer wieder gibt es einen LFT
ah ha ha ha,
und wieder strahlt die Stadt im Lesbenlicht
ah ha ha ha,
und immer wieder gibt es einen LFT
ah ha ha ha,
denn Heterosexismus bringt es nicht!

(Paula und Hilde)

Und damit belasse ich es denn auch für dieses Mal.
In den nächsten Tagen kommen dann noch ausführlichere Beiträge zu einzelnen Workshops von Schatzi und mir.

2 Antworten zu “LFT 2012 in Nürnberg, 25.-28. Mai, Montag”

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