Mammutbäume in Karlsruhe – Ein wirklich interessantes Wochenende, Teil 3

Nach ein bisschen Ruhe und kurzem Frischmachen beschlossen Schatzi und ich, noch einen Blick in den Hauptbahnhof zu werfen. Es regnete zwar immer noch, aber mit einem Schirm in der Hand ging es dann und der Weg war ja nicht sehr weit.

Um kurz vor acht haben wir dann die Tänzerin eingesammelt und sind ins Restaurant Schwarzwaldstube gegangen. Es war nicht viel los in diesem urigen Restaurant mit vielen Hirschgeweihen und anderem Schnickschnack an den Wänden. Uns erwartete ein gedeckter Tisch mit Menükarten drauf. Es sollte geben: Spargelcremesuppe, Maispoularde auf Tagliatelle und Marktgemüse und zum Nachtisch Crème brûlée von der Erdbeere mit Schokoladeneis. Wie, keine Spätzle? Und das so dicht am Schwäbischen?? Wir haben dann den jungen Kellner gefragt, ob wir das Hauptgericht tauschen könnten. Wir hätten doch lieber Filetspitzen mit handgeschabten Spätzle statt der Maispoularde auf Tagliatelle.
Und das ging dann auch gegen einen kleinen Aufpreis.
Das Essen war ganz gut, aber am leckersten war der Nachtisch. Ich war ja ein bisschen skeptisch angesichts der Crème brûlée von der Erdbeere, aber die war wirklich sehr gut.
Dann ging es wieder ab ins Bett.

Am Sonntag vormittag war wieder strahlender Sonnenschein angesagt. Nach dem Frühstück, das etwas besser war, als am Vortag, haben wir ausgecheckt, aber das Auto noch mal stehen gelassen.
Wir wollten doch noch hinüber nach Durlach, der Mutter von Karlsruhe. Mit der S-Bahn, die eigentlich eine Straßenbahn ist, ging es rüber zum Fuße des Turmbergs.

Dort bestiegen wir die schicke Turmbergbahn nach oben. Das Plateau des Berges ist ziemlich groß und hat sehr viel Wald und ein 3-Sterne-Restaurant, das leider auch wegen Geschlossener Gesellschaft nicht zu besuchen war.
Schatzi und die Tänzerin sind dann auf den Turm geklettert. Die Tänzerin bis ganz oben, Schatzi nur bis fast oben. Es gab zwischendurch noch zwei Ausgucke, wo Schatzi rausgeschaut hat.
Die Fernsicht war relativ gut.

von-oben

Warum ich nicht hochgeklettert bin? Nein, Höhenangst habe ich nicht. Ich habe Angst vor dem Abstieg. Ich bilde mir ein, dass ich kopfüber die Treppen runterfallen würde, auch wenn mir das noch nie passiert ist.

Wieder unten in der Stadt angekommen, sind wir noch ein wenig durch die Straßen geschlendert. Unterwegs begegnete uns eine Frau mit einem Becher Eis in der Hand. Als ich sagte: „Eine Eisdiele kann nicht weit sein“ zeigte sie uns den Weg dort hin.
Allerdings sind wir dann nicht in die Eisdiele gegangen, denn da gab es keine Sitzplätze. Stattdessen gingen wir ins Café genau gegenüber: dem Café Kehrle. Und auch das war wieder eine gute Wahl.
Sie hatten lecker Kuchen und auch selbstgemachtes Eis!
Wir sind durch den Gastraum hindurch nach hinten gegangen und kamen auf ein kleines Plätzchen mit Tischen und Stühlen. Hier haben wir es uns noch einmal gut gehen lassen, bevor es zurück zum Hotel ging.
Dort sammelten wir noch unsere Lunchtüten ein, die es als Teil des Arrangements für den Heimweg gab. Die Tüten waren reichlich bestückt mit Brötchen, Obst, Säften und Schokoriegeln. Doch die guten Sachen wurden erst zuhause zum Abendessen verzehrt, da wir auf dem Rückweg staulos ziemlich schnell vorangekommen sind.

Wir kennen jetzt endlich auch den Unterschied zwischen den Schwaben und den Badenern:

Die Badener denke, die Schwobe schaffe.

Das hat uns die nette Verkäuferin im Souvenirladen des Zoos verraten, mit der wir uns übrigens gut über Karlsruhe und seine Geschichte unterhalten haben. Vielen Dank dafür!
(Ich habe dort übrigens auch noch ein lila Kapuzenpullover mit einem roten Panda drauf gekauft.)

Das war unser Besuch in Karlsruhe. Da sollten wir mal wieder hinfahren. Aber frühestens 2020, wenn dann hoffentlich die U-Bahn fertiggestellt ist.

Ein netter Artikel zum Badener/Schwabenkonflikt findet sich hier.

Und hier noch ein paar Bilder:

FrauenfigurTortenNoch-mehr-KuchenWieder-KuchenBuchlampe