Montag, 12. Juli 2010

Heute geht es wieder zurück nach Hause. Unser Zug fährt um 14.32 Uhr. Wir haben also noch ein wenig Zeit, um uns in der Eismanufaktur schnell noch einmal lecker Zitronensorbet zu holen!

Ja, okay, gefrühstückt haben wir dann vorher doch noch. Aber dann! Nee, auch nicht ganz, als wir bei der Eismanufaktur ankamen, hatten die noch zu. War erst halb elf. Stattdessen haben wir uns eine Tageszeitung gekauft, uns ins Plusminusnull gesetzt, gelesen und was getrunken.

Als die Eismanufaktur um viertel nach zwölf endlich auf hatte, waren wir die ersten Kundinnen des Tages. Ach, das Zitronensorbet ist das Einzige, was ich in Frankfurt so richtig vermissen werde. Ich bin ja kein so großer Berlin-Fan, wie ich vermutlich nach der letzten Reise bereits erwähnt hatte.

Wir hatten schon nach dem Frühstück ausgecheckt und holten jetzt unseren Rucksack mit den 3 Litern Wasser da drinnen und den Koffer, um zum Hauptbahnhof zu fahren. (Ich habe noch einen kleinen Zwischenstopp bei einer Kosmetikerin eingelegt – nein, keine Maniküre, Pediküre oder Gesichtsküre – dort gab es nur einfach das Duschgel und die Körpercreme, die ich zur Zeit am liebsten benutze. Ab und zu muss ich mich ja auch mal waschen, gell?)

Im Hauptbahnhof haben wir Pizza zu Mittag gegessen und sind dann langsam zum Bahnsteig gegangen.
Unser Zug hatte zum Glück keine Verspätung und so fuhren wir pünktlich ab.
Aber das mit der Klimaanlage hätte ich gestern nicht schreiben/sagen sollen. So wurden auch wir Opfer der Klimaanlagenkatastrophe der Bahn.
Wenigstens fiel nicht im ganzen Zug die Klimaanlage aus, sondern nur in unserem Abteil. Die Bahnbediensteten bemühten sich redlich, die Anlage wieder in Gang zu bekommen, sie teilten auch einmal Erfrischungstücher aus. Aber es hatte einfach keinen Zweck. Es wurde immer wärmer im Abteil. Schatzi und ich beschlossen dann, uns Plätze in einem anderen Abteil zu suchen. Ich ging los und musste dann doch 4 Abteile durchqueren, bis ich zwei freie Plätze nebeneinander gefunden hatte. Die habe ich schnell mit einer Zeitschrift und einer Flasche Wasser reserviert und dann Schatzi geholt. Kaum saßen wir auf den neuen Plätzen in einem kühleren Abteil, kam auch schon die Durchsage, dass das Abteil mit der defekten Klimaanlage geräumt werden müsse. Dieser ICE war nicht überfüllt, so dass wohl alle einen Sitzplatz in anderen Abteilen gefunden haben.
Zwischendurch mußte der Zug auch noch eine Weile langsamer fahren, weil die Elektronik überhitzt war. Am Ende hatten wir dann eine halbe Stunde Verspätung. Das war aber nicht so schlimm, wie ein kompletter Ausfall des Zuges gewesen wäre!

An dieser Stelle muss ich ausdrücklich das Zugpersonal loben. Die Störungen und Verzögerungen wurden sofort angesprochen, die Fahrgäste wurden ausführlich über Anschlußzüge informiert, der Zugleiter hat immer wieder darauf hingewiesen, was gerade Sache ist. Als der Zug plötzlich ohne erkennbaren Grund langsamer wurde, kam sofort eine Durchsage, warum dem so ist. Und alle vom Personal, die wir ansprachen, reagierten ausgesprochen freundlich und keineswegs genervt (die waren höchstens genervt von der Technik).

Jetzt sind wir aber endlich wieder zuhause. Und in Frankfurt ist es nicht mehr ganz so heiß! Es weht sogar ein kühlender Wind!
Na gut, es soll in den nächsten Tagen wieder schlimmer werden, also genießen wir noch mal die etwas niedrigeren Temperaturen.

Bis zur nächsten Reise dann.

Links:

Unser Berlin-Besuch im September 2009

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