Ostsee und Berlin – September 2012, 2. Tag

Ah, heute nacht haben wir gut geschlafen, auch wenn es mir zwischendurch ein wenig zu warm wurde unter der dicken Bettdecke.
Das wird aber wohl nicht wieder passieren, da ich sofort eine Wolldecke bekommen habe, als ich der Chefin davon berichtete. Super Service!

Das Frühstück heute morgen war auch sehr gut (es stand ein grooooßes Glas Nutella auf dem Buffet! Wo Nutella steht, das lass dich ruhig nieder, den böse Menschen haben kein Nutella :DD ).
Zurzeit sind im Hotel außer uns nur noch drei weitere Frauen (in den Bungalows sind auch noch ein paar Frauen, aber die machen sich wohl selbst Frühstück). Wir konnten wählen, ob wir Rühr- oder Spiegelei wollten und selbst einen Piccolo hätten wir noch dazu kriegen können.

Nach dem Frühstück sind wir durch den Gespensterwald gelaufen. Der wird auch Feenwald genannt und beginnt gleich hinter dem Hotel, ein breiter Streifen Wald direkt an der Steilküste gelegen.
So sieht das da aus:

Und seltsame Wesen laufen da auch rum:

Die tun aber nix, die wollen nur spielen 😉

Und sonst ist da auch ziemlich viel Betrieb im Wald. Ständig mussten wir radfahrenden, laufenden und reitenden Menschen ausweichen.
Es hat eine Weile gedauert, bis wir den Wald durchquert hatten. Danach kommen dann einige große Äcker und dann erst der nächste Ort.
Das war uns aber zu weit und deswegen sind wir wieder zurück durch den Wald, immer an der Steilküste zur Ostsee entlang, nach Nienhagen.

Dort gab es dann erst mal ein warmes Getränk im Strandrestaurant, denn es war zwar sonnig, aber doch ziemlich frisch und ziemlich stürmisch am Wasser. Ein Stück weiter in den Ort rein gibt es einen Tante-Emma-Laden, der zurzeit noch ein Verkaufswagen ist und am Straßenrand steht.
Nebenan wird gerade ein neues Wohn- und Geschäftshaus gebaut, wo der Laden dann einziehen wird.
Wie hier übrigens sehr viel gebaut wird. Allerdings überwiegend Wohnhäuser. Geschäfte gibt es hier nicht sehr viele. Wir haben noch kein einziges Modegeschäft gesehen. Allerdings auch keinen Souvenierladen, was schon ein wenig schade ist.
Dafür gibt es eine Kita und einen Kindergarten, eine Festwiese, einen Asia-Imbiss und eine Bäckerei (letztere müssen wir noch testen).
In der Zeitung stand heute morgen, dass die Immobilien- und Mietpreise in und um Rostock wohl auch gerade ziemlich steigen.
In Zeiten der Euro-Krise kaufen die Leute auch hier mehr Wohneigentum.

Im Wagen haben wir nur ein wenig Tee, Wasser und eine Stofftasche vom Geschäft gekauft.

Wir sind ja doch gut anderthalb Stunden durch die Bäume gestreift und beschlossen deshalb, es uns heute mal im Hotel gemütlich zu machen.
Das endete dann damit, dass wir erst mal ein ausführliches Nickerchen gemacht haben und dann wieder ins Eiscafé gegangen sind.
Hatte ich schon erzählt, dass es da sehr aussergewöhnliche Eissorten gibt?
Zum Beispiel: Schoko-Chili, Honig-Mandel, Walnuss, Sanddorn, Saurer Apfel und Mohn.

Während wir im Eiscafé waren, fing es leider an, zu regnen. Aber das dauerte zum Glück nicht lange.
Anschließend ging es wieder zurück ins Frauenhotel, wo wir den Rest des Nachmittags mit Lesen im Wintergarten verbracht haben.
Da das jetzt nicht so interessant ist, hier noch ein paar Bilder vom sonnigen Morgen:

Zum Abendessen ging es dann heute ins Strandrestaurant.
Dort hatten wir beide das gleiche Essen. Dorsch in Dijonsenfsauce mit Dillgurkensalat und Schwenkkartoffen. Und zum Nachtisch gab es eine Portion Apfelküchlein mit Vanillesauce und Vanilleeis für zwei.
Auch hier war das Essen sehr lecker und die Bedienungen super.
Allerdings hätten die den leckeren Gurkensalat nicht noch mit Blattsalat und Ruccola zudecken sollen. Was das sollte, weiß ich leider nicht.
Das passte so überhaupt nicht. Erst recht nicht AUF dem Gurkensalat!

Jetzt sind wir wieder im Hotel und wärmen uns wieder auf. Drückt uns mal die Daumen, dass es morgen zumindest trocken bleibt.
Denn die drei wichtigsten Fragen sind hier:
Wie sieht das Meer aus?
Wo kommt die nächste Wolkenfront?
Wo gibt es den nächsten Kaffee?