Ostsee und Berlin – September 2012, 3. Tag

Ohh, strahlender Sonnenschein! Hurra! Hurra!
Und es ist sogar verhältnismäßig warm in der Sonne!

Na, das ist doch der ideale Zeitpunkt für einen kleinen Ausflug.
Schatzi und ich hatten beschlossen, den ersten Bus zu nehmen, der an der Haltestelle ankommt. Also: entweder den 119er in Richtung Bad Doberan oder den 119er in Richtung Warnemünde oder Rostock-Lütten Klein.
Es kam der Bus in Richtung Rostock-Lütten Klein. Also hinein mit uns.
Von Lütten-Klein sind wir dann weiter mit der S-Bahn nach Warnemünde gefahren.
Und „begrüßt“ wurden wir in Warnemünde am Bahnhof gleich hiermit:

Eine Bar in Lokform zum Saufen. Na toll. Willkommen in der Zivilisation!

Wir ließen uns davon nicht beirren und sind tapfer in den Ort reingegangen.
Eine der wichtigsten Einkaufs- und Flaniermeilen von Warnemünde ist die Straße Am Strom. Dort sind wir hingegangen und haben erstmal eine dreißigminütige Stadtrundfahrt mit diesem Gefährt gemacht:

Die Fahrt war zwar zum Gucken ganz nett, aber die Warnemünder Straßen! Und Polsterung oder Federung hat dieses Hutschebähnche ja auch mal so was von überhaupt gar nicht.
Da waren wir dann doch froh, dass die Fahrt nach 30 Minuten zuende war!

Beim Kofferpacken für diese Reise hatte ich voller Schrecken festgestellt, dass ich meine beiden wärmenden, wetterfesten Jacken im Frühjahr weggegeben hatte. Wie blöd war das denn?
Naja, da muss dann wohl eine neue her.
Wir haben dann einige Geschäfte durchstreift und zwischendurch in einer Eisdiele, die bereits seit 1946 existiert und ihr Eis selbst herstellt, eine Pause eingelegt.
Wir haben aber kein Eis gegessen. Jedenfalls hat Schatzi gesagt, Eiskaffee und Eisschokolade seien kein Eis essen.
Nun gut, wenn sie das sagt, dann ist das so. 😉

Und stellt Euch vor, während wir da so sitzen, fällt mein Blick auf eine wunderbare Jacke im Geschäft nebenan.
Die habe ich dann sofort anprobiert – sie passte wunderbar – und gleich gekauft. Yeah!

Weiter ging`s die Straße hinunter zum Leuchtturm und von dort auf einen Platz, auf dem ein Kunsthandwerkermarkt stattfand.
Unter anderem gab es diese beiden Stände:

Diese beiden Stände gehörten übrigens Frauen. Die Bilder haben uns sehr gut gefallen und wir haben schwer überlegt, zwei Bilder für unsere neue Küche zu kaufen. Leider hatte die Malerin unsere Favoriten nicht in Bildgröße da und auch nicht als Kunstdrucke. Schade. Mal schauen, ob wir doch noch irgendwie da ran kommen.

Danach ging es zurück an den Strom. Wir hatten Hunger und wollten Fischbrötchen essen. Leider haben wir da einen kleinen Fehlgriff getan.
Der Backfisch bei Backfisch-Tilo war nicht sehr lecker. Die Panade war viel zu hart und zäh und die Pommes bzw. der Kartoffelsalat dazu waren auch nicht der Brüller.
Wären wir doch nur vorher auf die Toilette gegangen und hätten die Toilettenfrau vorher gefragt, welcher Stand den besten Fisch hat. Sie sagte uns, dass sie ihr Essen immer vom Futter-Kutter bekommt. Aber für uns war das jetzt leider zu spät. Aber beim nächsten Mal wissen wir Bescheid. (Vielleicht dauert es ja nicht wieder neun Jahre, bis wir wieder hier in die Gegend kommen. Wir waren das letzte Mal 2003 zur Internationalen Gartenausstellung in Rostock.)

Nach dem Essen haben wir weiter geschaut und sind noch in einigen Läden gewesen. Ich habe dann noch ein Warnemünde-Shirt gefunden und Schatzi hat tatsächlich eine neue Sonnenbrille gekauft. Ihre alte hatte Gläser in ihrer Sehstärke, die sie aber jetzt nicht mehr braucht. Mittlerweile sieht sie mit Gläsern ohne Sehstärke fast genauso gut wie mit ihrer optischen Sonnenbrille.
Das Älterwerden hat doch so seine Vorteile!

Ein Schokolädchen haben wir auch noch entdeckt. Und diesen wunderbaren Spruch da drin:

Ja, natürlich haben wir auch Schokolade gekauft!

Ziemlich fußlahm und kaputt haben wir uns zurück auf den Weg nach Nienhagen gemacht. Wir sind heute mehr als 5 Stunden ohne größere Pause durch die Gegend gelaufen. Da dürfen die Füße schon mal weh tun.

Abendessen gab es heute wieder im Hotel Nienhäger Strand.
(Interessant ist übrigens, dass es hier Nienhäger Strand und Lichtenhäger Chaussee heißt und nicht Nienhagener Strand und Lichtenhagener Chaussee, wie es uns doch geläufiger ist.)

Das Essen hat für den schlechten Backfisch heute mittag mehr als entschädigt. Die können sogar sowas Schlichtes, wie Schweineschnitzel mit Bratkartoffeln und Buttererbsen und Hähnchen Strindberg überbacken mit einer Senf-Zwiebel-Panade, Kartoffeln und Bohnen sehr lecker zubereiten.
Nur Kuchen, Kaffee und Cappuccino können sie nicht. Und da wir das jetzt wissen, gibt es das für uns da auch nicht mehr.

(Die Bäckerei Felsky hier in Nienhagen ist übrigens gut. Das Mandelhörnchen, das ich gerade esse, ist sehr lecker.)

So, das war`s für heute.
Morgen holen wir uns in Rostock einen Mietwagen für den Rest der Zeit hier. Dann können wir ein wenig flexibler durch die Gegend gurken.