Toskana 2019 – Tag 8

Heute ging es vom Süden der Toskana in den Norden, oberhalb von Florenz in den mondänen Ort Montecatini Terme.
Auf dem Weg dorthin haben wir einen kurzen Zwischenstopp in Monteriggioni eingelegt. Hoch auf einem Hügel gelegen ist das historische Zentrum der Stadt von einer Mauer mit vierzehn Türmen umgeben und zählt zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in der Umgebung.
So wirklich viel zu sehen ist da ja im Grunde nicht.

Der Ort ist ziemlich klein und außer einem Museum, der üblichen Kirche und vielen kleinen Geschäften ist da nur noch der spektakuläre Blick über die Stadtmauern hinweg in die Landschaft. Also zumindest glauben wir, dass der Blick spektakulär ist, denn auf der Mauer waren wir nicht. Kostet Eintritt und es war auch gerade pralle Mittagssonne. Da haben wir uns doch lieber in den beschatteten Außenbereich eines der Restaurants gesetzt und lecker Nudeln zu Mittag gegessen.
Danach gab es noch ein kleines Eis und weiter ging’s auf der Autobahn Richtung Norden.

Montecatini Terme ist ein Thermalbad mit 9 Einrichtungen zum Baden, Kuren etc. und über 200 Hotels in allen Preisklassen. Schon bei der Durchfahrt ist genau zu erkennen, dass hier der Aufenthalt etwas teurer sein wird als im Süden. Dort haben wir relativ wenig für Essen und Trinken ausgegeben, was uns durchaus auch ein schlechtes Gewissen bereitet hat.

Zunächst aber mussten wir unser Ferienhaus finden und das war schon e größer Sach. Es ist unglaublich, wieviele kleine und auch größere Straßen es hier in alle möglichen Richtungen, hinauf und hinunter in den Hügeln der Umgebung gibt. Wir hatten die grobe Richtung Montecatini Alto aus der Beschreibung im Voucher herausgefunden und haben es dann mithilfe der Karte der übermächtigen Internetsuchmaschine versucht.
Fragt nicht, fragt bloß nicht. Als die Straße nur noch ein Schotterweg war und die Mauern der Olivenhaine links und rechts immer näher kamen, habe ich mich geweigert, weiter zu fahren.
Ich bin eine ganze Ecke rückwärts zu einer breiteren Stelle gefahren und wir haben das einzig Vernünftige getan: die Vermieterin anzurufen.
Aber die war natürlich überhaupt nicht überrascht, dass wir uns verfahren hatten. Sie erzählte uns, als wir das Haus endlich gefunden hatten, dass fast alle Probleme bekommen, die versuchen, das Haus mithilfe eines Navis zu finden. Super was? Da sieht Lesbe doch wieder, dass manchmal auch die vermeintlich beste Technik nichts nützt und ein Anruf oder eine vernünftige Papierstraßenkarte die bessere Wahl sind.

Jedenfalls sind wir endlich hier, genießen wieder einen kleinen Pool, diesmal mit menschlichem Roboter (dem Bruder der Vermieterin, der zweimal die Woche den Pool säubern darf) und erfreuen uns an der fantastischen Aussicht auf Montecatini Terme und darüber hinaus.
Wir haben auch schon wieder ein nettes Lokal gefunden, wo es gutes Essen gab und wo wir bestimmt noch ein oder zweimal hingehen werden.

Für heute ist mal wieder Schluss. Es ist Schlafenszeit. Gute Nacht.