Ulm, 17. bis 19. Juni 2013

Ulm? In Ulm um Ulm und um Ulm herum? Warum denn das????
Na, warum denn nicht??
Schatzi meinte Anfang letzter Woche, dass wir nach dem ganzen Stress mit der Verpartnerung am Freitag doch einen kleinen Kurzurlaub machen könnten.
Da war ich natürlich voll für und meinte, nachdem wir dann Hawaii und Tübingen ausgeschlossen hatten, dass wir doch nach Ulm fahren könnten. Da waren wir nämlich noch nicht gewesen und weit weg ist es auch nicht.
Also, schnell Hotel und Zugfahrt gebucht und heute morgen ging es dann los.
Allerdings gleich mit einer Verspätung. Der Zug sollte um 9.50 Uhr fahren, aber als wir am Hauptbahnhof ankamen, sahen wir, dass der Zug 55 Minuten Verspätung wegen eines Unwetters hatte.
Na gut, dann trinken wir halt erst mal einen Kaffee und einen Cappuccino.

Um viertel vor elf fuhr der ICE dann endlich ein und so konnte bei bereits sehr großer Wärme und strahlendem Sonnenschein die Reise beginnen.
In Ulm angekommen hatten wir es nicht weit bis zum Hotel Stern. Es liegt 5 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt, direkt am Anfang der Fußgängerzone.
Und so sieht unser Zimmer aus.

Bett-Hotel-SternZimmer-Hotel-Stern
Das Bett steht übrigens schräg im Raum, denn das Zimmer hat mehr als vier Ecken.

Wir haben uns ein wenig frisch gemacht und sind dann gleich los gezogen. Als erstes natürlich in eine Eisdiele. Die hatte uns die Dame an der Rezeption empfohlen.
Im Eiscafé Rialto in der Walfischgasse (keine Ahnung, warum es ausgerechnet in Ulm eine Walfischgasse gibt!) gab es dann ein Spaghettieis mit Erdbeeren für mich und einen Mokkabecher, der wie ein Eiskaffee aussah, für Schatzi. War ganz gut.
Als nächstes haben wir uns das Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt angetan.

Kirchturm

Ach, was war es so herrlich kühl da drinnen! Da hätten wir gut den Rest des Tages drin verbringen können. Haben wir aber nicht getan. Wir haben uns nur ein wenig umgeschaut und uns über die Schlichtheit der Wände und die vielen bunten, unterschiedlichen Glasfenster und Wappen und Bilder gewundert. Morgen werden wir eine Stadtführung inklusive Münster mitmachen, da erfahren wir dann hoffentlich ein wenig mehr.
Den Aufstieg auf den Turm haben wir uns übrigens erspart. Wir sind ja nicht völlig bekloppt und kraxeln die 768 Stufen hoch. Die müssen wir ja auch wieder runterklettern. Das macht dann 1536 Stufen. Nee, nee, nee. Das sollen mal schön Andere machen. Wir nicht.

In der Touristeninformation im Stadthaus nebenan haben wir dann eine schicke Ulm-Tasse und eine Stofftasche gekauft sowie jeweils eine Ulm-Card, die zum kostenlosen Eintritt in sämtliche Museen und zur kostenlosen Benutzung des ÖPNV genutzt werden kann. Es gibt dazu auch noch Rabatte oder kostenlose Kleinigkeiten in diversen Restaurants und Geschäften. Die Karte gilt für 48 Stunden, wobei der ÖPNV schon ab 19 Uhr am Vorabend der Gültigkeit genutzt werden kann. Und das für 18 Euro pro Person. Schon schick!
Das hier ist übrigens ein Bild, das ich in der Touristeninformation gemacht habe.

Arbeitsplatz
Nein, Christo war hier wohl nicht am Werk. 🙂

Wir haben uns dann noch die Ausstellungen im Stadthaus angeschaut. Unter anderem Fotos von Alexandra Vogt, die skurrile Fotos von sich und diversen Pferden macht. In der Tat sehr skurril.

Dann haben wir ein wenig geshoppt. Ich wollte noch gerne eine kürzere, dünnere Hose kaufen, die ich bei diesem heißen Wetter tragen könnte.
Wir haben ein alteingesessenes Geschäft (137 Jahre alt) gefunden, dass zwar Woll-Wanner hieß, aber keine Wolle verkaufte sondern Klamotten.
Da habe ich zwar eine Hose gefunden, aber die ist mehr was für zuhause und nicht zum Rausgehen. Schatzi hat die Verkäuferin gefragt, ob es in Ulm Übergrößen-Geschäfte gäbe und die Verkäuferin hat uns den Weg zu Mona Lisa erklärt, wo ich dann genau das gefunden habe, was ich wollte. Dreiviertel-lange Hosen, dünn und bequem. Und gebügelt werden müssen die auch nicht!

Leider war anschließend die Eisschokolade in einem anderen Eiscafé überhaupt nix. Schatzis Kaffee war gut, aber schlechtes Eis gibt keine Namensnennung in diesem Blog!
Jetzt hatten wir schon soviel Zeugs gekauft, dass wir doch tatsächlich noch eine große Tasche kaufen mussten, damit wir den Kram auch wieder mit nach Hause kriegen.
Wir haben ja nur den kleinen Koffer dabei. Welche Lesbe denkt schon daran, dass sie in Ulm soviel Geld lässt!
Und dann war es auch schon Zeit fürs Abendessen. So’n Eis hält ja nicht lange vor.
Die Ladies bei Woll-Wanner hatten uns auf Schatzis Frage nach den besten Spätzle in Ulm das Restaurant Zur Lochmühle empfohlen.
Das Restaurant liegt direkt an der Blau und ist in der ältesten Mühle der Stadt untergebracht.
Und ich muss sagen: der Tipp war wunderbar. Ich hatte den Ulmer Spatzenschmaus mit Käsespätzle, Maultasche, Steak und Rostbraten und Schatzi hatte Hackbraten mit Spätzle und Salat. Es war einfach lecker! Da müssen wir morgen abend unbedingt wieder hin.
Und so dicht war das Flüsschen:

Die-Blau

Nach einem kurzen Abstecher an die Donau, wo wir Ruderern in Drachenbooten beim Schwitzen zugeschaut haben, sind wir mit dem Bus zurück zum Hotel gefahren.
Morgen geht es früh los, die Stadtführung ist bereits um 10 Uhr. Da erfahren wir dann auch hoffentlich, was es mit diesen allgegenwärtigen Spatzen auf sich hat.

Ulmer-Spatz
Bis dann.