Urlaub im Alten Land – Zweiter Tag

Wie heißt es doch so schön? „Wenn Engel reisen, weint der Himmel“ und heute hat er Rotz und Wasser geheult. Okay, nur Wasser, aber das in Mengen.
Im strömenden Regen und bei stürmischen Wind sind wir nach einem kleinen Frühstück in der Bäckerei Siebenkorn über die A45 und A1 Richtung Norden gefahren.
Darüber gibt es nun wirklich nichts Spannendes zu berichten. Auch die Raststätten, an denen wir kleine Pausen eingelegt haben, sind jetzt nicht so herausragend schön. Aber richtig schlecht waren sie nicht.

Gegen viertel vor fünf sind wir in Hollern angekommen. Diesmal haben wir uns nur ein ganz klein wenig verfahren. 🙂
Hier im Alten Land reiht sich ein Obstverkaufsstand an den anderen. Wir sind genau zur Kirschenernte hier! Spitze!

Wir haben dann erst mal im Hotel eingecheckt.Ins obst ArtHotel.

Ein wunderhübsches kleines Hotel mitten im Ort mit Zimmern in wunderbaren Obstfarben. Das hier ist unser Zimmer:

Brombeere.

Es hat fast dieselbe Farbe wie eine der Wände in unserem Flur! Cool!
Das Zimmer ist wunderbar geräumig. Mit vielen liebevollen Details eingerichtet und wunderbar gemütlich. Das ganze Hotel ist von der Inhaberin sehr geschmackvoll gestaltet. An allen Ecken und Enden ist zu spüren, dass es ihr Spaß macht, es den Gästen angenehm zu machen. Überall liegen kleine Dekosachen, Steine und andere Dinge. An den Wänden hängen schöne Fotos einer Fotokünstlerin namens Lisa Quelle. Es steht sogar eine kleine Schüssel mit Kirschen auf dem Zimmer.

Wie wir das Hotel im kleinen Hollern-Twielenfleth gefunden haben? Nun, diesmal war es nicht das Internet sondern meine Schwägerin. Die hat uns erzählt, dass Sigrid Koops, die aus meinem Heimatdorf kommt, und die ich natürlich kenne, im Alten Land ein Hotel hat.
Da haben wir uns gleich die Internet-Seite des Hotels angeschaut und waren sofort begeistert. Schatzi und ich wollten sowieso immer schon mal ins Alte Land und so haben wir die Gelegenheit ergriffen.

Nachdem wir unsere Sachen aufs Zimmer gebracht hatten, haben wir Sigrid erstmal ausgefragt, was es hier alles zu sehen gibt. Sie hatte jede Menge Tipps und Karten und Broschüren für alles Mögliche hier in der Umgebung.

Wir sind dann zum Fährhaus am Elbufer in Twielenfleth gefahren, haben uns die Haare vom heftigen Wind zerzausen lassen und dabei ein paar große Pötte auf der Elbe vorbeiziehen sehen.
Achtern Diek stejht doar eijn lüttken Lüchttorm, doar is woahrhaftich eijn Museum binnen!
Äh, tschuldigung, auf Hochdeutsch: Hinter dem Deich steht da ein kleiner Leuchtturm, in dem tatsächlich ein Museum drin ist!

Ich hatte ein wenig Hunger und so haben wir im Restaurant Twielenflether Fährhaus zu Abend gegessen. Ich hatte Matjes mit Preiselbeersahne und Schatzi hatte einen Fischteller mit Krabben, Matjes und Seelachs. War ganz gut.
Danach sind wir mit dem Auto ein wenig am Deich entlang gefahren. Zum Laufen war es echt zu ungemütlich. Am Fähranleger Lühe haben wir angehalten und noch ein paar Pötten zugeschaut. Diese Beiden hier sind dabei nicht zusammen geknallt:

Die Fähre fährt übrigens rüber nach Schulau, dort ist die berühmt-berüchtigte Schiffsbegrüßungsanlage, die Schatzi als Kind schon mehrmals besucht hat. Es ging jedes Mal dort hin, wenn sie mit ihren Eltern zu Besuch bei der Tante waren. Zum Glück ist das schon ein paar Jahre her, sodass sie durchaus bereit ist, da mal wieder hinzufahren 🙂
Das machen wir dann mal morgen oder übermorgen.
Zurück in Hollern waren wir dann noch auf einen kleinen Nachtisch im Hollerner Hof gegenüber vom Hotel:

Lecker, lecker sag ich nur!
Der Hollerner Hof ist ein typischer Landgasthof. Aber die Bezahlmethode ist lustig:

Wenn es morgen früh nicht regnet, wollen wir uns Fahrräder mieten, die Sigrid hier auch noch hat und mal die Obsthöfe rundherum erkunden.