USA Juli 2016 – Tag 10

Ahhhh, endlich geschafft! Nach 8 langen Stunden unterwegs sind wir endlich in Washington, D.C. angekommen.

Nach einem kleinen Frühstück heute morgen sind wir mit dem Taxi zu Autovermietung am John-F.-Kennedy-Flughafen gefahren und haben dort wieder einen Wagen abgeholt. Dieses Mal gab es leider kein rotes, sondern ein schwarzes Auto.

Im Gegensatz zur Hinfahrt hatten wir dieses Mal ein paar Schwierigkeiten, nicht nur das Flughafengelände zu verlassen sondern auch New York wollte uns nicht so ohne weiteres ziehen lassen. Wir mussten zwei Extrarunden drehen, sprich: an zwei Stellen haben wir uns etwas verfahren. Hinzu kam, dass der Verkehr in und um New York heftig war. Außerdem mussten wir das Nadelöhr Verrazano-Narrows Bridge überwinden. Der Rückstau vor ihr war riesig und eine Baustelle war auch noch davor.

Nachdem wir die Brücke endlich überquert hatten, mussten wir erst mal einen Zwischenstopp einlegen und etwas essen. Das Frühstück war ja kleiner ausgefallen (etwas Kaffee, Tee und nackige Croissants in der Hotellobby) und nach zweieinhalb Stunden kann frau schon mal wieder Hunger kriegen. Zum Glück gibt es mittlerweile auch an amerikanischen Schnellstraßen, den Interstates, Raststätten direkt an der Straße, sogenannte Service Areas. Früher gab es nur Schnellrestaurants, Motels, Tankstellen und dergleichen an Ausfahrten. Frau musste also immer den Highway verlassen und ein wenig in der Gegend herumsuchen.

Die Raststätten am New Jersey Turnpike, über den es weiter nach Washington ging, haben übrigens Namen. Und wir haben auf der Strecke zwei gesehen, die nach Frauen benannt wurden: Molly Pitcher und Clara Barton

Nach einer kleinen Stärkung ging es dann weiter.
Wer übrigens behauptet, dass es sich auf amerikanischen Highways besser fährt, als auf deutschen Autobahnen, denn es gäbe ja eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die kann ich nur fragen: wann warst Du zuletzt auf einer amerikanischen Interstate unterwegs???
Die angebliche Geschwindigkeitsbegrenzung scheint für die Verkehrsteilnehmer nur eine Empfehlung zu sein. Wenn ich mich daran gehalten habe, wurde ich zum Verkehrshindernis. Selbst wenn ich 5 Meilen pro Stunde schneller fuhr, wurde ich häufig von LKWs überholt. Das war teilweise schon grenzwertig, was da gefahren und gespurenwechselt wurde.

Petra und ich haben uns diesmal auch wieder abgewechselt. So konnte jede von uns mal die Augen zumachen.

Bald bekamen wir dann zu spüren, dass wir in einem schwarzen Auto saßen.
Die Temperatur draußen näherte sich langsam aber sicher den 35 Grad Celsius und die Klimaanlage des Wagens war ein wenig überfordert. Wir wussten bald nicht mehr, wo wir hinschwitzen sollten.
Immer wieder kamen wir in stockenden Verkehr, besonders auch in und um Baltimore, wo wir mitten in die abendliche Rush Hour gerieten und so zog sich die Fahrt ziemlich.

Endlich näherten wir uns Washington und da kennen Schatzi und ich uns ja aus. So dauerte es dann auch nicht mehr lange, bis wir endlich am One Washington Circle Hotel angekommen waren.
Ein netter Mitarbeiter nahm uns Gepäck und Wagen ab und wir bezogen unsere großen Zimmer.
(Schatzi und ich haben ein Upgrade gekriegt und sind jetzt in einer Suite untergebracht. 🙂 ).

Wir sind einmal um den Washington Circle herumgelaufen und haben dann hier im Hotel-Restaurant zu Abend gegessen. Sehr lecker übrigens.
Wir haben alle keine Lust, morgen schon wieder Auto zu fahren und so werden wir Washington zu Fuß, mit der Metro oder dem Bus erobern.