USA Juli 2016 – Tag 9

Schatzi musste heute leider im Hotel bleiben, da ihre Schmerzen im Bein durch das viele Laufen gestern stärker geworden waren. Ich habe ihr eine Salbe aus der Drogerie und etwas zu essen und zu trinken geholt.
Sie soll ja schließlich nicht darben, nur weil sie im Zimmer bleibt!

Die Tänzerin, Petra und ich sind dann losgezogen.
Zuerst ging es zum Broadway. Da wir uns nicht mehr sicher waren, an welchem Abschnitt der elendig langen Straße die Theater liegen, sind wir wagemutig zum Times Square gefahren, obwohl Schatzi vor ein paar Tagen noch gelesen hatte, dass es dort immer so extrem voll sei. Und zwar so voll, dass sich schon Einheimische und Touristen prügeln, weil die einen schnell zur Arbeit und die anderen rumschlendern, weil sie alles anschauen wollen.

Aber zum Glück war es so schlimm heute nicht. Dafür war das Blinkern und Blitzen der Leuchtreklamen um so heftiger. Die Werbung war aber überraschenderweise meist für Klamotten und weniger für Theateraufführungen oder Musicals.

Time-Square-2

Time-Square

Auch gab es jede Menge Figuren, die in abgegrenzten Bereichen für diverse Shows und Geschäfte Werbung liefen oder auch einfach so da waren: für Cirque du Soleil, Disney und natürlich für Stadtrundfahrten.

Minion

Es gab direkt am Times Square auch einen Souvenirladen, in den ich spaßeshalber mal reingegangen bin, nur um zu gucken, was die so haben.
Ich war dann völlig überrascht, dass der Laden gar nicht so teuer war, wie ich vermutet habe und ich habe doch tatsächlich ein tolles T-Shirt und eine Glocke mit der Freiheitsstatue obendrauf gefunden. Der Tänzerin hatte ich eine Mini-Schneekugel mitgebracht, die sie gerne haben wollte.
Und mitten in all diesem Gewusel gab es einen Stand des Buchladens Strand Books. Er wirkte wie eine kleinse Oase der Ruhe in all dem Chaos drumherum.
Dort haben wir Postkarten und kleine Geschenke gekauft.

Und dieses Restaurant gab es auch:

Bubba-Gump

Und? Wer weiß woher das Restaurant seinen Namen hat???

Wir sind dort aber nicht lange geblieben; es war einfach zu laut, zu viele Menschen, zu viel Geblinker an allen Ecken und Enden.

Wir beschlossen, zur Canal Street zu fahren und dort das Leslie-Lohman Museum of Gay and Lesbian Art in der Wooster Street zu besuchen.
Vorher wollten wir aber noch eine Kleinigkeit essen und ein wenig sitzen.

Als wir an der Canal Street aus der U-Bahn herauskamen, roch es ein wenig nach Kirmes. Und siehe da, ein paar Meter weiter stand ein Mann, der gebrannte Mandeln, Erdnüsse und Kokosnuss verkaufte.
Da haben wir uns doch gleich jeweils eine Tüte gekauft (ich habe meine Schatzi mitgebracht).

Ein Stückchen weiter die Straße runter entdeckten wir die Crave Espresso Bar. Die wollten wir ausprobieren.
Und mich muss sagen, die haben da wirklich gute Sandwiches und auch guten Kaffee. Den Laden kann ich nur empfehlen.

So gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Museum, nur um dann das zu lesen:

Geschlossen

Ahhh!!!! Geschlossen!!!! Wegen Ausstellungswechsel!!!! Sch…… !!!!

Dabei hatten wir das doch ausgewählt, weil das Brooklyn Museum, in dem Judy Chicagos Dinner Party steht, dienstags geschlossen ist. Das war jetzt extremes Pech.

Na gut. Dann fahren wir halt zu einem Buchladen. Wir hatten uns am Times Square entschieden, den Laden zum Bücherstand zu besuchen. In diesem Fall mussten wir dafür zum Union Square fahren.
Ein wirklich schöner Platz ist das. Sehr viel Grün und auch viele Sitzmöglichkeiten. Das gefiel uns tausendmal besser als dieser fürchterliche Times Square.
An der Ecke Broadway/12 Street fanden wir dann Strand Books, ein Geschäft, das 18 Meilen Bücher versprach und das Versprechen konnten sie auch locker halten.
Über 3 Etagen gab es Bücher, Bücher, Bücher und alles mögliche mit buchgezogenen Sprüchen: T-Shirts, Tassen, Taschen, Lesezeichen, Buttons etc. pp.
Und hier ein kleiner Einblick in den Laden:

Buchladen-1

Buchladen-2

Ach ja, Petra war nur kurz mit uns drin. Sie wollte noch Coney Island besuchen und so tobten die Tänzerin und ich uns im Buchladen aus.
Ich fürchte, es wurde ein etwas teurer Besuch. Aber sie haben bei Strand das Angebot, Bücher in alle Welt zu verschicken. So wurde es wenigstens kein übergewichtverursachender Besuch.

Danach waren wir beide schlags kaputt und haben uns auf den Weg zum Hotel gemacht.

Die Tänzerin wollte sich frisch machen und dann noch über die Brooklyn Bridge laufen, Schatzi und ich haben uns abends mit unserer Freundin Phenix getroffen, die in New York lebt und haben ein paar Stunden im Madison Square Park in der Nähe des Hotels gesessen, Cheeseburger und Hot Dog gegessen und uns über Politik, Soziales und den Bio-Hype unterhalten.

Phenix hat uns vorgewarnt, dass wir Washington D.C., wo wir morgen hinfahren werden, nicht wieder erkennen würden. Es hätte sich in den letzten fünf Jahren sehr viel verändert. Und wie sie meint, nicht unbedingt zum besseren.
Oh, da sind wir sehr gespannt, ob wir die Stadt noch wieder erkennen.

Jetzt wird aber erst mal geschlafen, damit wir morgen ausgeruht die Reise antreten können.