USA Juni 2016 – Tag 1

Nach einem langen, langen Tag mit sehr viel warten und Schlange stehen, sind wir jetzt endlich in Plymouth, Massachusetts angekommen.

Auf dem Weg zum Flughafen hatte zunächst die S-Bahn Verspätung, dann standen wir am Eincheck-Schalter an, bei der Zollkontrolle, bei der Handgepäckkontrolle, danach ein elendig langer Weg bis zum Ende von Flugsteig Z; dort wieder anstehen, um ins Flugzeug zu kommen; das Flugzeug musste anstehen, um abheben zu dürfen; zwischendurch relativ ruhiger Flug mit abwechslungsreichem Film-, Dokumentations- und Musikprogramm; in Boston angekommen, wieder anstehen, um aus dem Flugzeug zu kommen; danach anstehen, um durch den Zoll zu kommen; beim Gepäck mussten wir nicht anstehen, das war schneller durch, als wir durch den Zoll, nun mit den Koffern anstehen, um überhaupt rauszukommen; beim Bus zum Gebäude der Autovermieter mussten wir zum Glück auch nicht anstehen, der war schon da. Aber am Schalter unserer Autovermietung standen wir wieder an, um endlich unseren Mietwagen (einen roten SUV,  fotografiere ich morgen) zu bekommen; auf dem Highway kamen wir wieder zum Stehen, da Rush-Hour war; bis wir dann über diese geniale Erfindung der Amis ausweichen konten: der HOV-Lane. HOV steht für High-occupancy vehicle lane und bedeutet, dass diese Spur nur von Fahrzeugen mit 2 oder mehr Insassen benutzt werden darf. Und wir waren zu viert.
Ja, genau, Schatzi und ich sind dieses Mal nicht allein unterwegs. Petra und die Tänzerin begleiten uns.

Wir sind also fröhlich am Großteil des Staus vorbeigebraust, um dann in Plymouth in das Best Western Cold Spring einzuchecken, einem guten Motel mit mehreren Gebäuden, großen Zimmern und einem Außen-Pool. Yeah!
Das Wetter war heute auch ganz okay. Ziemlich warm, etwas schwül, aber es war zum Glück hier am Ozean auch etwas windig, so dass die Schwüle nicht unerträglich wurde.

Petra war schlags kaputt und hat sich bald schlafen gelegt. Es war ja immerhin schon ein Uhr nachts deutscher Zeit, als wir hier endlich ankamen.

Die Tänzerin, Schatzi und ich sind aber noch losgezogen, um etwas zu essen. Am Hafen sind wir bei Lobster Hut gewesen und haben lecker gebackenen Fisch und Thunfisch-Sandwich gegessen. Ein Stückchen weiter fiel uns ein kleines Geschäft mit Eiscreme auf. Wir direkt vor der Tür geparkt, Eis gekauft, ans Wasser gesetzt und lecker Eis gegessen.
So läßt es sich doch gut an!

Auf dem Weg zurück zum Wagen wurden wir von einem Amerikaner, der mit seiner Familie unterwegs war, angesprochen. Er fragte uns, ob wir aus Deutschland sind. Als wir das bejahten, rief er seiner Tochter zu: die sind aus Deutschland, jetzt sag doch mal was auf Deutsch! Ah, Eltern können so peinlich sein! Das arme Kind wäre am liebsten im Boden versunken. Es war ihr richtig anzusehen, dass sie am liebsten gesagt hätte, oh, Papa, du bist so peinlich! 🙂

Wir haben ihr dann aber zu Verstehen gegeben, dass sie nicht Deutsch sprechen muss. Da wirkte sie sehr erleichtert.
Der Vater hatte übrigens in der Schule auch Deutsch gelernt. Die Familie kam aus Pennsylvania und da leben ja viele deutschstämmige Amerikaner.
Einen Satz seines Lehrers von damals hatte er sich gemerkt:

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei.

Ja, doch ein Satz für die Ewigkeit und damit belassen wir es für heute.