USA Juni 2016 – Tag 4

Heute morgen ging es bei strahlendem Sonnenschein und wunderbarer frischer Luft ab auf die Halbinsel Cape Cod und zwar bis ans Ende nach Provincetown.

Schatzi und ich waren ja 2010 bereits da gewesen, aber damals war es Herbst und kaum noch was los überall.
Das war dieses Mal eindeutig anders.

Die reine Fahrtzeit nach Provincetown liegt schon bei gut zwei Stunden. Wir haben aber natürlich länger gebraucht, da wir unterwegs auch mal angehalten haben,
So zum Beispiel in Sandwich, wo wir Beth’s Bakery entdeckt haben. Und was gab es dort? Cupcakes, Muffins, Eclairs und … wunderbaren Kaffee und Cappuccino!!!!!111!!!!!

Menue
Ach, es war einfach herrlich!

Ich war eigentlich nur in diese Seitenstraße abgebogen, um zu drehen, weil die Tänzerin unbedingt das Feuerwehrauto, das wir gesehen hatten, fotografieren wollte.

Aber der absolute Knaller dabei war ja, dass nur drei Häuser weiter das Belfry Inn stand, in dem Schatzi und ich vor sechs Jahren übernachtet haben. Was für ein Zufall! Und wieso haben wir Beth’s Bakery damals nicht gesehen? Dabei soll es das Café schon seit 2007 geben.
Also manchmal …

Nun aber weiter nach Provincetown.
Unterwegs haben wir noch einmal am General Store in Brewster angehalten, wo wir 2010 auch schon gewesen waren. Dieser wunderbare Laden mit soviel Gruschelkram feiert dieses Jahr seinen 150. Geburtstag. Dieses Geschäft mussten wir Petra und der Tänzerin einfach zeigen.
Weitere Stopps waren am Salt Pond Visitor Center, am Nauset Lighthouse, am Marconi Beach, der von Petra nur einen Stern bekam, weil sie auf dem Weg ins Wasser (ja, sie ist mit Badeanzug bekleidet, hineingegangen) einen breiten Streifen Kieselsteine überwinden musste. Anke ist währenddessen ein wenig an der Wasserlinie entlang gelaufen und Schatzi und ich haben am Strand in der Sonne gebrutzelt. Wieso wir nicht auch im Wasser waren? Nun, Schatzi schwimmt nicht so gerne und ich bin eine Pool-Schwimmerin. Vorzugsweise auch noch unter Dach. Mit offenem Meer, Seen, Teichen und auch Freibädern habe ich’s nicht so, auch wenn es an diesem Strand Duschen, Toiletten und Umkleide-Schnecken gab.

Nun aber endlich ab nach Provincetown, eine Hochburg der Lesben und Schwulen.
Die Stadt war voll mit Menschen und Autos, alle Geschäfte waren offen, überall hingen Regenbogenfahnen und über allem lag eine völlig entspannte Atmosphäre.
Wir haben dann recht bald das Auto auf einem Parkplatz abgestellt und sind zu Fuß weiter gelaufen.

Als erstes ging es hinein zu WomenCrafts, diesem wunderbaren Laden mit Büchern und Handwerkskunst von Lesben/Frauen für Lesben/Frauen. Die feiern übrigens dieses Jahr ihren 40. Geburtstag. Hut ab! Wir haben da ein paar Kleinigkeiten gekauft und haben gefragt, wo frau denn gut essen könnte. Sie schickten uns weiter zum Lobster Pod, einem Lokal, in dem es endlich mal Porzellanteller und Edelstahl-Besteck gab.
(In den meisten der anderen Lokale, die wir bisher besucht haben, gab es Papp- oder Plastikteller und -geschirr. Und selbst hier im Motel gibt es beim Frühstück Pappbecher für Kaffee und Tee und Marmelade, Butter, Frischkäse und dergleichen in diesen kleinen Portionspackungen. Es wird also überall hier in der Gegend noch sehr viel Müll produziert.)
Das Essen war übrigens sehr lecker.

Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Straße und Geschäfte gebummelt, haben einen Abstecher in den Hafen gemacht und sind dann mit dem Auto weiter gefahren nach Racepoint Beach, um Sonnenuntergang zu gucken. Petra sagte zwar, das sie ein wenig sonnenuntergangsüberdrüssig sei, weil sie schon so viele gesehen hätte, aber das war uns anderen egal. Da musste sie durch.
Und es war wirklich wunderschön.

Sonnenuntergang

Auf dem Rückweg haben wir dann die Schnellstraße genommen, die mitten durch die Halbinsel verläuft und nicht mehr die malerische Route, wie auf dem Hinweg. Warum sollten wir die auch fahren, war ja dunkel und nix mehr mit malerisch.
Das erste Stück ist Petra gefahren. Es war allerdings etwas anstrengend, denn es kam uns eine endlose Reihe Autos entgegen, die wohl alle das verlängerte 4. Juli-Wochenende (Montag ist Independence Day, traditionell der gefühlt höchste Feiertag in den USA, wohl noch höher als Thanksgiving und Weihnachten; und außerdem endgültiger Start der Urlaubssaison) auf cape Cod verbringen. Diese Autoschlange blendete ein wenig und zwischen den Fahrspuren standen diese gelben, länglichen Warndinger, sodass die Lichter immer so flackerten. Auf Dauer nervte das ziemlich und diese Autoreihe riß auch nicht ab bis wir in Plymouth den Highway verließen.

Wir haben dann gewechselt und ich bin den Rest gefahren. War spät, deswegen habe ich danach nicht mehr gebloggt.
Und morgen kommt dann der Bericht über Boston, wo wir heute waren.
Im Augenblick haben wir hier übrigens ein ordenliches Gewitter. Mal schauen, wie das Wetter morgen,an unserem letzten Tag in Plymouth, sein wird.