Verona, 30. August bis 2. September 2013, Tag 3

Heute ist endlich der Tag, weswegen wir überhaupt hier sind: die Oper Aida in der Arena.

Bevor es aber so weit ist, Beginn: 21 Uhr, haben wir noch eine Menge Zeit.
Die nutzen wir, um uns Verona näher anzuschauen.

Mittlerweile gibt es in ziemlich vielen Städten auf der Welt eine Firma, die Stadtrundfahrten in so genannten Hop-on, hop-off-Bussen anbietet. Das ist ziemlich praktisch, denn es gibt auf den Fahrten diverse Stationen mit Sehenswürdigkeiten, an denen die Fahrgäste aussteigen können, sich die Sehenswürdigkeit oder sonst was anschauen und dann den nächsten Bus nehmen können, um die Tour fortzusetzen.
In Verona gibt es hierfür zwei Linien, die rote und die blaue. Die Tickets gelten für beide Busse und das für 24 Stunden.

Wir nutzen die Gelegenheit und fahren ca. zwei Stunden auf beiden Linien durch die Stadt.
Dabei überqueren wir auch ein paar Mal den Fluss, der durch Verona fließt: die Etsch (Adige auf Italienisch), den zweitlängsten Fluss Italiens. Und so sieht sie aus:

Wir waren aber nach dem Gelaufe der letzten zwei Tage ziemlich faul und sind einfach nur rumgefahren, ohne irgendwo auszusteigen. Ja, okay, zum Bus wechseln mussten wir schon aussteigen, aber das meine ich jetzt nicht!

Hier noch ein Blick auf Verona von einem Hügel aus:

Jetzt war es aber auch Zeit, zurück zum Hotel zu gehen, um uns noch vor dem langen Abend ein wenig auszuruhen. Wir sind in der Nähe des Piazza Corrubio aus dem Rundfahrten-Bus ausgestiegen, um dort noch etwas zu essen (wieder in der Pizzaria Rosa Blu) und von dort weiter zum Hotel zu gehen.
In einem kleinen Park in der Nähe haben wir dann endlich mal eine Statue gesehen, die eine Frau darstellt (sonst wimmelt es ja nur so vor berühmten Männern, wie in so vielen Städten):

Dass ist die Heilige Magdalena von Canossa, die in einem Stadteil von Verona ein Heim für Strassenkinder errichtet hat.

Auf dem Piazza Corrubio und weiter auf der Straße zum Hotel war ein riesiger Flohmarkt.

Dort gab es jede Menge zu sehen: Schmuck, Klamotten, Schnicknschnack, Möbel und Kitsch. Und das ist ein Sessel, den für so schön fanden, dass wir uns gleich ein ganzes Set bestellt haben, das in sechs Wochen geliefert wird:

Kleiner Scherz 😉
Haben wir natürlich nicht gekauft.

Noch ein kurzer Einschub zum Thema Müll:
Ich finde, den Deutschen gehört der Titel Weltmeister im Mülltrennen weggenommen: Die wahren Weltmeister und das auf beeindruckende Art und Weise sind die Einwohner von Verona und zwar deswegen:

Überall in der Stadt stehen diese Müllcontainer, auf denen ganz genau aufgelistet ist, was wo hinein gehört und zwar auf Italienisch und Englisch!
Das finde ich doch mal vorbildlich!

Im Hotel haben wir dann ein kleines Nickerchen gemacht, uns geduscht und schick angezogen und sind dann mit dem Shuttlebus des Hotels zum Piazza Bra an der Arena gefahren, um dort im Bistrot Mamma Mia zu Abend zu essen, bevor es dann endlich losgeht.
Schatzi hatte eine Veroneser Spezialität Pastisada de caval mit Gnocchi (habe ich extra nicht übersetzt, bitte selbst im Internet suchen, aber nur wenn die Liebe zu bestimmten Tieren nicht allzu groß ist!) und ich hatte gekochtes Rindfleisch mit Bratkartoffeln. Vorneweg haben wir uns noch lecker Tagliatelle mit Salbeibutter geteilt.

So und für den Opernbesuch gibt es einen neuen Eintrag.