Weimar Juli 2011 – Das Wichtigste zuerst

Eins vorneweg: diesmal gibt es keine Bilder, denn ich Dusseltier habe das Verbindungskabel zwischen Kamera und Computer zuhause liegen lassen. 😳
DafĂŒr gibt es dann ein paar Links.

Heute morgen sind wir im Regen in Frankfurt aufgebrochen, um ein paar Tage in Weimar in ThĂŒringen zu verbringen.
Über die A5, die A7 und die A4 ging es Richtung Osten und trockenem Wetter entgegen.

In diesem Urlaub ĂŒbernachten wir in einer Ferienwohnung. Und zwar nicht in irgendeiner, sondern in der Frauenpension Johanna, die zum Frauenzentrum Weimar gehört und in der Johanna-Schopenhauer-Straße liegt. (Johanna Schopenhauer war die Mutter von Arthur und Adele Schopenhauer.)

Kaum kamen wir bei der Pension an, erlitten wir auch schon einen ersten Schock: da stand doch tatsĂ€chlich ein Auto mit Offenbacher Kennzeichen direkt vor der TĂŒr!! Ahhhhhhhh!!!!!!1!
Wir FrankfurterInnen haben das ja nicht so mit den Offenbachern. Ist nichts Persönliches :>>

Unser Zimmer liegt im 1. Stock und ist sehr gerĂ€umig, mit einem breiten Bett und einer kleinen KĂŒchenzeile, inkl. Herdplatten und KĂŒhlschrank, einem Schreibtisch und auch das Bad ist nicht zu klein.

Von hier aus sind wir zu Fuß in die Innenstadt gelaufen. Ist wirklich nicht sehr weit.
Auf dem Weg dorthin haben wir dann schon mal eine ThĂŒringer Bratwurst an einem Stand probiert. Aber ehrlich gesagt, die war jetzt leider nicht so dolle. Sie schmeckte irgendwie ungebraten, obwohl sie rundherum angebraten war. Na ja, in den nĂ€chsten Tagen haben wir ja noch ein paar Gelegenheiten, an anderen StĂ€nden eine zu probieren.

Dann ging es aber erst mal an das Wichtigste, dass ich in der Überschrift angeschnitten hatte: BĂŒcher!!!
Wir haben die Hoffmannsche Buchhandlung von 1710 gestĂŒrmt und erst mal ordentlich BĂŒcher ĂŒber Frauen gekauft. Unter anderem eins ĂŒber die Frauen, die im Bauhaus involviert waren. Die gab es nĂ€mlich tatsĂ€chlich. Das Bauhaus-Museum werden wir uns ĂŒbrigens auch noch anschauen. Mal sehen, wie viele Frauen da erwĂ€hnt werden…

Danach ging es in die Eisdiele in der Schillerstraße. Giancarlo?s Gelateria Italiana. Die hatten wir vor Jahren schon mal besucht, als wir auf der RĂŒckreise von Quedlinburg einen kleinen Umweg ĂŒber Weimar gemacht haben. Dort gibt es mindestens 64 Eissorten (einige behaupten, es seien ĂŒber 100). Wir haben allerdings nur 6 probiert, ich 5 und Schatzi eine. Sie hatte nĂ€mlich Waffel mit Himbeeren und einer Kugel Vanilleeis. Das Eis war schon gut, allerdings fand ich die QualitĂ€t sehr unterschiedlich. WĂ€hrend zum Beispiel das Zimteis sehr gut schmeckte, war jetzt Karamell nicht so dolle. Auch war es etwas zu weich, so dass es trotz der kĂŒhleren Außentemperatur von vielleicht 22 Grad relativ schnell schmolz.
Auch hier werden wir wohl noch einige andere Eisdielen durchtesten mĂŒssen.
(Das gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr die ThĂŒringer KlĂ¶ĂŸe, aber dazu komme ich spĂ€ter.)

Wir sind noch ein wenig durch die Straßen geschlendert und sind dann zum Wittumspalais gegangen. In diesem barocken Stadtpalais hat Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach gelebt. Es liegt mitten in der Stadt. Leider ist es von außen sehr unauffĂ€llig und so sind wir denn auch ganz allein durch die 3 Stockwerke gelaufen. Aber das Palais ist absolut sehenswert. Es stĂ€nde der Stadt Weimar nicht schlecht, wenn sie es nicht ganz so stiefmĂŒtterlich behandeln wĂŒrde. Ich habe schon das GefĂŒhl, dass mit den WohnhĂ€usern von Goethe, Schiller und Liszt mehr angegeben wird als mit Anna Amalias. Bei ihr wird immer nur die Bibliothek erwĂ€hnt. Aber ohne sie wĂ€re Goethe wohl nicht nach Weimar gekommen.

Anschließend sind wir mit dem Bus zurĂŒck zum Hauptbahnhof gefahren, haben die vielen Millionen BĂŒcher ins Auto gepackt und sind um zwei Ecken herum zur Glocke gegangen, um dort zu Abend zu essen. Richtig heißt das Restaurant ĂŒbrigens Bratwurstglöck`l. So nennt es nur niemand. Wir haben Rinderrouladen (Schatzi) und Sauerbraten (ich) mit ThĂŒringer KlĂ¶ĂŸen und Rotkraut gegessen. Die KlĂ¶ĂŸe wurden frisch zubereitet, sodass wir 20 Minuten auf das Essen warten mussten. Das Essen war ganz okay, es fehlte nur etwas Salz und die Art, wie der Rotkohl zubereitet war, war jetzt nicht ganz mein Ding. Wie gesagt, auch hier mĂŒssen noch weitere Tests durchgefĂŒhrt werden. 🙂

Ein wenig weiter die Straße runter liegt das Andys CafĂ© of the 60s“. Dieses Restaurant im Stile eines amerikanischen Diners aus den 60er Jahren gehört einer Frau. Dort haben wir noch einen Kaffee getrunken und ich habe ein StĂŒck Kalter Hund gegessen und Schatzi hatte einen extrem beeringen Smoothie. Das war ein guter Abschluss des heutigen Tages. Beides war sehr lecker.
Morgen geht es ĂŒbrigens auf einen Abstecher nach Erfurt, das ja nicht sehr weit weg ist.